Mehrere Maßnahmen 2018 geplant Viele Millionen Euro für den Straßenbau im Emsland

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Interessiert schauen (von links) Klaus Haberland, Leiter des Geschäftsbereichs Lingen der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, Andre Feldschnieders (Sachgebietsleiter Brücke) und Markus Droste (Sachgebietsleiter Straße) zu, wie die Fachbereichsleiterin Bau, Stephanie Thieke, die 2018 geplanten Maßnahmen erläutert. Foto: Wilfried RoggendorfInteressiert schauen (von links) Klaus Haberland, Leiter des Geschäftsbereichs Lingen der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, Andre Feldschnieders (Sachgebietsleiter Brücke) und Markus Droste (Sachgebietsleiter Straße) zu, wie die Fachbereichsleiterin Bau, Stephanie Thieke, die 2018 geplanten Maßnahmen erläutert. Foto: Wilfried Roggendorf

Lingen. Mit rund 55 Millionen Euro stehen dem Geschäftsbereich Lingen der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr 2018 fast die gleichen Mittel wie im Vorjahr zur Verfügung. Diese werden jedoch anders verteilt.

„2017 ist das Geld zu fast 100 Prozent in den Unterhalt von Straßen geflossen“, erklärte Leitender Baudirektor Klaus Haberland, Chef des für die Landkreise Emsland, Grafschaft Bentheim und Cloppenburg zuständigen Geschäftsbereichs der Behörde. 2018 würden von 41,6 Millionen Euro Bundesmitteln je 10 Millionen Euro in den Neubau der Nordhorner Nordumgehung und in den Grunderwerb für den vierspurigen Ausbau der E233 investiert. „In den letzten beiden Jahren haben wir 200 von 400 Kilometern Bundesstraße im Geschäftsbereich erneuert“, erläuterte Haberland. Je mehr Erhaltungsarbeiten in den letzten Jahren ausgeführt worden seien, umso weniger schiebe er vor sich her.

Problem Ortsdurchfahrten

Während Haberland pro Kilometer Bundesstraße rund 90.000 Euro zur Verfügung stehen, sieht dies bei den Landesstraßen anders aus. „“Für die 800 Kilometer Landesstraßen im Geschäftsbereich stellt das Land Niedersachsen 8,7 Millionen Euro bereit“, sagte Haberland. Dies entspricht nicht ganz 11.000 Euro für jeden Kilometer.

Bei den Landesstraßen seien häufig die Ortsdurchfahrten das Problem: „Dort ist es wegen den Borden und anderer Seitenanlagen nicht möglich, die Straßen durch einen Deckenaufbau zu erhöhen. Bei einer Sanierung muss in die Tiefe gearbeitet werden, wo dann oft beispielsweise Leitungen liegen“, erläuterte Haberland, warum diese Arbeiten teurer seien als auf offener Strecke. Deshalb würde lieber auf offener Strecke, wo bei höheren Geschwindigkeiten auch das Unfallrisiko höher sei, saniert. 2018 würde von den zur Verfügung stehenden 8,7 Millionen Euro eine Million in Grunderwerb für den Neubau der Flutmuldenbrücke in Rhede investiert. „Dieses Bauvorhaben soll Ende 2019 begonnen werden und ist mit 15 Millionen Euro Kosten unser bislang größtes Projekt“, sagte der Leitende Baudirektor.

Weitere Unterhaltungs- und Sanierungsarbeiten

Haberland wies darauf hin, dass in seinem Geschäftsbereich an 99 Prozent Strecke der Landesstraßen und an allen Bundesstraßen Radwege verlaufen würden. „Der Landesdurchschnitt liegt bei 43 Prozent“, hob Haberland hervor. In diesem Jahr werde mit den ersten Maßnahmen für den Neubau des Radweges entlang der Landesstraße zwischen Börger und Surwold begonnen. Auch 2018 seien trotzdem weitere Unterhaltungs- und Sanierungsarbeiten an Bund- und Landesstraßen geplant. „Diese müssen, außer der Sanierung der B213 bei Bawinkel, aus Gründen der Arbeitssicherheit alle unter Vollsperrung durchgeführt werden“, sagte Haberland. Er wies darauf hin, dass seine Behörde Bauzeiten vorgebe und diese vorher mit Unternehmen und anderen Behörden abstimmen würde. Dies sei auch ein Service für die Bürger. „Es besteht zwar die Gefahr, dass wir bei Verzögerungen an diesen Vorgaben gemessen werden, aber bis auf die Sanierung der B70 bei Lathen hat das eigentlich immer gut funktioniert“, versicherte Haberland.

Die 2018 geplanten Maßnahmen im Einzelnen:

  • B70 Fresenburg – Kluse: Radwegerneuerung, Juni
  • B213 Haselünne – Eltern: Fahrbahnerneuerung, Anfang April bis Ende August.
  • B213 Bawinkel – Klosterholte: Fahrbahn- und Radwegerneuerung, Ende Mai bis Mitte Juni.
  • B401 Heede – Dörpen: Fahrbahn- und Radwegerneuerung, ab sofort bis Mitte Juni.
  • B402 Einmündung L60 –Handrup: Fahrbahnerneuerung, September bis Oktober.
  • B403n Ortsumgehung Nordhorn: Neubau, Anfang Oktober bis Oktober 2019.
  • B403 Grenze NL – Eschebrügge: Fahrbahnerneuerung, Juli bis August.
  • B408 Ortsumgehung Haren: Fahrbahn- und Radwegerneuerung, Juli bis November.
  • B408 Ortsdurchfahrt Emmeln: Fahrbahn- und Radwegerneuerung, ab sofort bis Ende Mai.
  • L60 Ringe – Neuringe: Fahrbahnerneuerung, Mai bis Juni.
  • L47 Twist – Grenze NL: Fahrbahn- und Radwegerneuerung, Anfang Juli bis Mitte Oktober.
  • L51 Börger – Börgerwald: Radwegneubau, Anfang Oktober bis Anfang Mai 2019.
  • L53 Ortsumgehung Sögel: Fahrbahnerneuerung, August bis Oktober.
  • L55 Dohren – Einmündung B402: Fahrbahnerneuerung, Juli.
  • L55 Herßum – Vinnen: Radwegerneuerung, Ende Juni bis Ende Oktober.
  • L57 Ortsdurchfahrt Beesten: Fahrbahnerneuerung, Ende September bis Ende Dezember.
  • L57 Ramsel – Kreisverkehr Messingen: Fahrbahnerneuerung, Ende September bis Ende Dezember.
  • L59 Steinbild – Kluse: Fahrbahnerneuerung, Juli.


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