Ein Bild von Carsten van Bevern
24.03.2018, 09:19 Uhr KOMMENTAR

Grünbergs Besuch eine Ehre für die Stadt Lingen

Kommentar von Carsten van Bevern

Herzlich hieß der Vorsitzende des Forums Juden-Christen im Altkreis Lingen, Heribert Lange (rechts) den Ehrenbürger der Stadt Lingen, Bernhard Grünberg im Gedenkort Jüdische Schule willkommen. Foto: Ludger JungeblutHerzlich hieß der Vorsitzende des Forums Juden-Christen im Altkreis Lingen, Heribert Lange (rechts) den Ehrenbürger der Stadt Lingen, Bernhard Grünberg im Gedenkort Jüdische Schule willkommen. Foto: Ludger Jungeblut

Lingen. Der regelmäßige Besuch des jüdischen Ehrenbürgers Bernhard Grünberg in Lingen ist eine Ehre für die Stadt, betont der Kommentator.

Mit vielen Freunden feiert Bernhard Grünberg in Lingen jetzt seinen 95. Geburtstag. Mit einem Empfang und einem Essen wird er geehrt. Es ist aber auch eine Ehre für Lingen, dass mit Grünberg ein Mann seit Ende der 80er-Jahre regelmäßig seine Geburtsstadt besucht, der seine ganze Familie im Holocaust verloren hat und der nur dank der Kindertransporte die NS-Zeit überlebt und in England eine neue Heimat gefunden hat.

Viele haben dazu beigetragen, dass sich Grünberg jedes Jahr auf den Besuch in Lingen freut: Bekannte von früher, Bürger in- und außerhalb des Forums Juden-Christen, die die Erinnerung an die in der NS-Zeit vertriebenen, verschleppten und getöteten jüdischen Bürger wachhalten und erforschen, sowie Vertreter von Rat und Verwaltung, die ihn 1993 gemeinsam mit Ruth Foster zu einem von fünf Ehrenbürgern der Stadt ernannt haben. Ebenso der ehemalige städtische Mitarbeiter Atze Storm, der stets Kontakt zu ihm hält, und die Gastgeber-Eheleute Kuhl, die längst zu seinen Freunden geworden sind.


Der Artikel zum Kommentar