Projekt Mia Christophorus-Werk Lingen bringt Expertise ein

Zum Auftakttreffen kamen in Darmstadt Vertreter der Modellregionen mit den Projektkoordinatoren des DBS zusammen. Foto: Deutscher BehindertensportverbandZum Auftakttreffen kamen in Darmstadt Vertreter der Modellregionen mit den Projektkoordinatoren des DBS zusammen. Foto: Deutscher Behindertensportverband

Lingen. Für den Deutschen Behindertensportverband (DBS) hat jetzt die Kernphase des Projekts „Mia – Mehr Inklusion für Alle“ begonnen. Grundlage des Projektes sind die Erfahrungen aus der Linas-Initiative, die 2008 im Christophorus-Werk Lingen ins Leben gerufen worden ist.

Das hat das Christophorus-Werk jetzt mitgeteilt. Bis zum Ende des Jahres werden bei dem von der Aktion Mensch Stiftung geförderten Projekt bundesweit zehn Modellregionen zur Umsetzung von Inklusion und Sport beraten. Mit einem besonderen Blick auf die Teilhabemöglichkeiten von Menschen mit Behinderung im Sport sollen alle Regionen analysiert, beraten sowie zu einer inklusiven Sportlandschaft auf- und ausgebaut werden.

Evaluierung

In Darmstadt trafen sich die Projektverantwortlichen mit Vertretern der zehn Modellregionen, die im Vorjahr aus insgesamt 40 Bewerbungen ausgewählt worden waren. Schwerpunkte waren neben dem Kennenlernen untereinander vor allem die Abstimmung hinsichtlich der einzelnen Projektschritte und der gemeinsamen Zusammenarbeit. Darüber hinaus informierte das Institut für angewandte Wissenschaft über die wissenschaftliche Begleitung und Evaluation des Projekts.

Engagement

Durch das Engagement von Eltern, Sportvereinen, Verbänden und Fachkräften entstand in Lingen eine Infrastruktur für inklusive Sport- und Freizeitangebote. Mit dem Projekt Indus – Inklusion durch Sport wurde die Idee auf Kreisebene ausgeweitet. Eine bessere inklusive Sportlandschaft soll nun bundesweit durch Mia entstehen – modellhaft vorerst in den zehn ausgewählten Regionen. Dazu bringt Frank Eichholt vom Christophorus-Werk als Leiter der Initiative Linas diese Expertise in das Projekt Mia ein.

Individuelle Wege

„Wir freuen uns, dass in unserer Modellregion Darmstadt der gemeinsame Startschuss für die Umsetzung des Index für Inklusion im und durch Sport für alle zehn MIA-Modellregionen gefallen ist. Mit den vielfältigen Projektpartnern aus Sportvereinen- und Abteilungen, Stadt- und Kreissportbünden sowie kommunalen Strukturen liegt ein spannender Prozess vor uns. Ich bin überzeugt, dass alle ihren jeweils individuellen Weg zu einer inklusiven Sportlandschaft finden werden“, wird DBS-Generalsekretär Thomas Urban in der Pressemitteilung zitiert.

„Index-Prozess“

In der Umsetzung werden alle Modellregionen die fünf Phasen des „Index-Prozesses“ durchlaufen und dabei von einem dreiköpfigen Mia-Projektteam begleitet. Innerhalb der Beratung werden alle Beteiligten auch zu vier Infotagen zusammenkommen, bei denen sich die Projektpartner zu übergreifenden Themenstellungen informieren und weiterbilden.