Pläne des Christophoruswerks Mehr Feizeitangebote für Menschen mit Handicaps

Künftig soll es mehr Freizeitangebote für Menschen mit Behinderung an verschiedenen Orten im südlichen Emsland geben. Foto: Christophorus-WerkKünftig soll es mehr Freizeitangebote für Menschen mit Behinderung an verschiedenen Orten im südlichen Emsland geben. Foto: Christophorus-Werk

Lingen. Das Christophorus-Werk Lingen erweitert seine Angebote für Menschen mit Behinderungen: Zusätzlich zu den bereits bestehenden Angeboten soll es Freizeitaktivitäten und eine Beratungsmöglichkeit im südlichen Emsland geben.

Darauf weist die Einrichtung in einer Mitteilung hin. Das neue Projekt unter dem Titel „Freizeit mit Assistenz“ fördert die Stiftung Aktion Mensch. Damit geht das Christophorus-Werk der Mitteilung zufolge einen weiteren Schritt zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention – nämlich Menschen mit Behinderungen mehr Wahlfreiheit und Selbstbestimmung zu ermöglichen. Denn Menschen mit Behinderungen haben ein Recht auf Teilhabe an allen Lebensbereichen. Das betrifft auch die individuelle Freizeitgestaltung.

Bislang konzentrieren sich die Freizeitangebote des Christophorus-Werkes vor allem auf die Stadt Lingen. Das bedeutet für viele Menschen mit Behinderungen, die außerhalb der Stadt leben, weite Fahrtwege. Sofern sie nicht selbst mobil sind, müssen die Angehörigen den Fahrdienst übernehmen oder organisieren. Wer jedoch in seinem eigentlichen Lebensumfeld aktiv seine Freizeit gestaltet, der spart nicht nur Fahrtwege, sondern gewinnt darüber hinaus mehr Kontakte in seiner vertrauten Region. Dabei sollen die Angebote des Christophorus-Werkes bereits bestehende ehrenamtliche Projekte in einzelnen Gemeinden ergänzen.

Beratungsangebot vor Ort

Geplant sind Freizeitangebote an verschiedenen Standorten im südlichen Emsland: in Emsbüren, Schapen, Salzbergen und Spelle. Sie sollen allen erwachsenen Menschen mit psychischer oder geistiger Behinderung, die bei ihren Angehörigen oder in einer eigenen Wohnung leben, offen stehen. Damit sie diese Angebote wahrnehmen können, haben sie in der Regel Anspruch auf verschiedene Leistungen, zum Beispiel auf die Assistenz durch Fachkräfte. Deshalb bietet das Christophorus-Werk an diesen Standorten zusätzlich eine Beratung für Menschen mit Behinderungen und ihre Angehörigen beziehungsweise Betreuenden an. Hier können sie sich über Finanzierungs- und über Teilhabemöglichkeiten informieren.

Um das Projekt bekannt zu machen und möglichst viele Menschen mit Behinderungen und ihre Angehörigen zu erreichen, wird es vier Infoabende geben: am Dienstag, 3. April, um 19 Uhr im Fokus in Emsbüren, Schulstraße 6-7, am Donnerstag, 5. April, um 19 Uhr auf dem Hof Vaal in Schapen, Borkener Straße 12, am Montag, 9. April, um 19 Uhr im Gemeindezentrum in Salzbergen, Kirchplatz 8a, und am Mittwoch, 11. April, um 19 Uhr im Wöhlehof in Spelle, Pastor-Batsche-Weg 1.

Im Anschluss können die Teilnehmer Termine zur individuellen Beratung vereinbaren. Neben Maximilian Lögers als Projektkoordinator stehen die Leitungen der ambulanten Dienste des Christophorus-Werkes, Elisabeth Strodt (Familienentlastender Dienst) und Stefan Höge (Ambulant betreutes Wohnen) an diesen Abenden als Ansprechpartner zur Verfügung.

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