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19.03.2018, 16:00 Uhr

Ein Lächeln dazugeben

Kommentar von Thomas Pertz

Auch die Messdiener aus Beesten haben sich bereits an der Aktion „Eins Mehr“ beteiligt. Das Foto zeigt eine frühere Aktion.  Foto: Katholisches JugendbüroAuch die Messdiener aus Beesten haben sich bereits an der Aktion „Eins Mehr“ beteiligt. Das Foto zeigt eine frühere Aktion. Foto: Katholisches Jugendbüro

Lingen. Die Aktion „Eins mehr“ im südlichen Emsland macht deutlich, wie ausgeprägt die Hilfsbereitschaft junger Menschen in der Region ist, meint der Kommentator.

Sich „die Beine in den Bauch stehen“, mitunter bei lausiger Kälte an einer Ecke des Eingangs eines Supermarktes – es mag spannendere Orte für Kinder oder Jugendliche geben. Die erfolgreiche Lebensmittelsammelaktion „Eins mehr“ im Dekanat Emsland-Süd sagt deshalb eine ganze Menge aus über Hilfsbereitschaft und soziales Engagement von jungen Menschen in der Region.

Direkter Nutznießer sind Menschen, die auf den regelmäßigen Gang zur Tafel angewiesen sind, ob in Lingen oder in den verschiedenen Verteilstellen in der Stadt und im Umland. Sie können mit dem günstigen Einkauf ihren schmalen Geldbeutel schonen und vielleicht einmal Ausgaben tätigen für etwas, das ansonsten Luxus ist für sie – ein Kinobesuch zum Beispiel.

Die Kinder und Jugendlichen, die sich bei der Aktion engagieren, machen aber noch etwas anderes. Sie regen zum Nachdenken an. „Eins mehr“ ist ein Anstoß für jeden Vorbeikommenden, sein eigenes Konsumverhalten zu überprüfen. Was muss ich haben, was möchte ich, was will ich? Was kann ich geben? Ein Lächeln für die jungen Sammler auch – aber nicht nur.


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