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4500 in der Emslandarena Kraftklub in Lingen auf Händen getragen

Von Matthias Becker

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Lingen. Wow – was für ein Fest. Bereits zum vierten Mal ist die Band Kraftklub aus Chemnitz am Sonntagabend in Lingen auf die Bühne gegangen.

Beim ersten Gig gingen die Jungs noch als Vorgruppe der Rap-Formation Fettes Brot in den Emslandhallen an den Start. Auch beim Lingener Abifestival ließen sie sich blicken. „Vor allem die Party auf dem Zeltplatz hat uns geprägt“, erinnerte sich Kraftklub-Sänger Felix Brummer schmunzelnd. Nach 2016 kamen sie nun erneut als Headliner in der Emslandarena, und wieder waren alle Karten ausverkauft. Rund 4500 Fans feierten euphorisch unter dem Tour-Motto: „Keine Nacht für Niemand“.

Los ging es mit „Hallo Nacht“, „Fenster“ und „Eure Mädchen“. Dann musste Dr. Schicksal das Glücksrad auf die Bühne schieben, denn das Publikum, vertreten durch Fan Philip, durfte am Rad drehen, um den nächsten Song auszuloten.

Der Jubel war groß, als der Zeiger auf der Wahlscheibe beim Lied „Scheißindiedisko“ stehen blieb und Philip im wahrsten Sinne des Wortes den Abflug machte, per Stage Diving ins Publikum. Im Moshpit tanzten die Fans ab, BHs flogen auf die Bühne und die gesamte Band rollte, auf Händen getragen, über die Köpfe des Publikums hinweg. Es gab kaum jemand, der nicht durchgehend am Zappeln und Feiern war. Egal, in welche Ecke man schaute, kaum eine andere Band schafft es fortwährend, so einfach mal jeden zu aktivieren. Ein Versammlung willensstarker Ausdruckstänzer, die das Tour-Motto gerne in „Diese Nacht gehört uns“ umwandelten. Beim letzten Konzert in der Arena verging rund 40 Besuchern das Lachen, als sie im Laufe des Abends bemerkten, das ihre Smartphones gestohlen waren. Entsprechend besorgt fragte der Kraftklub-Frontmann nach: „Habt Ihr Eure Handys noch?“ Eine ganze Lichterwand zeugte davon, dass dem wohl so war, denn Tausende Handys blitzen auf –gute Sachen, weiterrocken!

Bühnenheld Felix Brummer, die Gitarristen Karl Schumann und Steffen Israel, Bassist Till Brummer und Schlagzeuger Max Marschk überzeugten auf ganzer Linie. Lieder wie: „Ich will nicht nach Berlin“, „Chemie Chemie Ya“, „Schüsse in die Luft“ und „Songs für Liam“ ließen es ordentlich scheppern. Harte, rockige Gitarren begleiteten das textsichere Publikum, das vor allem richtig laut wurde, als Brummer gegen Fremdenfeindlichkeit und gegen Rassismus aufrief. „Nazis raus, Nazis raus“, schrien die Fans intensiv, was der Kraftklub-Frontmann mit einem „Danke Emsland“ unterschrieb.

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