Bei Veranstaltungen Koop kritisiert im Rat Verkehrssituation in Lingen

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Wegen des hohen Verkehrsaufkommens, gerade auch bei Veranstaltungen, stauen sich häufig Fahrzeuge in der Lingener Innenstadt, wie hier im Kreisel Konrad-Adenauer-Ring/Bernd-Rosemeyer-Straße. Foto: Ludger JungeblutWegen des hohen Verkehrsaufkommens, gerade auch bei Veranstaltungen, stauen sich häufig Fahrzeuge in der Lingener Innenstadt, wie hier im Kreisel Konrad-Adenauer-Ring/Bernd-Rosemeyer-Straße. Foto: Ludger Jungeblut

Lingen. Ratsherr Robert Koop von den Bürgernahen (BN) hat in der jüngsten Sitzung des Lingener Stadtrates die Verkehrssituation in der Innenstadt bei Veranstaltungen kritisiert.

Konkret bezog sich Koop auf das Wochenende 10./11. März 2018 . Dort fanden gleichzeitig zwei Veranstaltungen statt. In den Emslandhallen gab es einen Lagerkehraus und in der Emslandarena „Klasse! Wir singen“. Koop sprach von einem Verkehrschaos in der Lingener Innenstadt. „Alles stand kreuz und quer und es war nicht einmal möglich, eine Rettungsgasse für Einsatzfahrzeuge zu bilden“, erklärte der Bürgernahe.

Koop: Polizei soll Verkehr regeln

Koop schlug vor, dass die Verwaltung mit der Polizeiführung reden solle, damit Beamte den Verkehr an den Kreisverkehrsplätzen und der gemeinsamen Zufahrt zu den Emslandhallen und der Emslandarena regeln würden. Zudem sprach Koop sich dafür aus, einen Shuttle-Service, beispielsweise von den Parkflächen am Emslandstadion aus, einzurichten. Die gesamte Situation solle im Verkehrsausschuss der Stadt beraten werden. „Ich sage das, weil ich glaube, dass ein Rettungswagen einmal zu spät kommen wird“, betonte der Ratsherr. Auch am nächsten Wochenende seien wieder gleichzeitig mehrere Veranstaltungen. Es findet ein verkaufsoffener Sonntag und am Abend das Konzert von Kraftklub in der Emslandarena statt. „Ich befürchte, es wird wieder drunter und drüber gehen“, sagte Koop.

Ausnahmesituation am Wochenende

Oberbürgermeister Dieter Krone sprach von einer Ausnahmesituation am Wochenende. „Das mit den Einweisern hat nicht optimal geklappt“, gab er zu. Zudem kritisierte er das Parkverhalten an der Darmer Hafenstraße. „Wir müssen einmal überlegen, ob wir Autos, die dort verbotenerweise auf dem Grünstreifen parken, abschleppen lassen“, erklärte Krone.

Polizei wurde bislang nicht gefragt

Klaus Hackmann, Leiter des Sachgebietes Verkehr bei der Polizeiinspektion Emsland/Grafschaft Bentheim, verwies auf Nachfrage unserer Redaktion auf die primäre Zuständigkeit der Verwaltungen: „Solche Situationen, die vorhersehbar sind wie diese, müssen dort im Verkehrsbereich beraten werden.“ Dort müsse geprüft werden, welche Möglichkeiten es verwaltungsmäßig gebe. „Wenn ich gefragt würde, würde ich schauen, was für Möglichkeiten wir als Polizei haben“, sagte Hackmann. Doch gefragt worden sei er bislang nicht. Der Polizeihauptkommissar erinnerte daran, dass Beamte, die für die Verkehrsregelung eingesetzt würden, gegebenenfalls an anderer Stelle für originäre Polizeiaufgaben nicht zur Verfügung stehen würden.


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