Mitreißende Musik-Show Tess Smith überzeugt als Tina Turner im Lingener Theater

Von Meike Blunk

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Lingen. Die Zuschauer, die Donnerstag im Lingener Theater waren, um dem Musical „Tina – The Rock Legend“ (Reset Production) beizuwohnen, können sich mehr als glücklich schätzen, da sie eine gigantische und absolut mitreißende Musik-Show, die ihresgleichen sucht, geschenkt bekamen.

Ein grandioses Ensemble um die unglaublich facettenreiche Sängerin Tess Smith, die in der Rolle der Tina Turner förmlich zu dieser verschmolz, und auch ihr äußerlich verblüffend ähnlich sah, erinnerte an die bewegenden biografischen Stationen der Ausnahmemusikerin Tina Turner und kreierte damit für das Publikum eine authentische Reise in die Vergangenheit.

Hommage an Grammy-Preisträgerin

„Break Every Rule“ ist der vollständige und treffende Titel dieses grandiosen Musicals, das eine Hommage an die elffache Grammy-Preisträgerin (gebürtige Anna Mea Bullock) ist, die in ihrer jahrzehntelang andauernden Karriere stets ihren eigenen Stil zum Ausdruck brachte und ihren eigenen Weg – oft auch entgegen manchen Regeln – gegangen ist.

Hochkarätiges Ensemble

1961 wurde sie von dem Musiker Ike Turner entdeckt, der ihr den Namen Tina Turner gab und mit dem sie eine langjährige künstlerische wie private Koalition verband, aus der sie sich jedoch heraus entwickelte. Fünf hochkarätige Musiker (allen voran der Saxophonist Paul Griesbach), drei großartige Background- Sänger sowie drei dynamische Tänzerinnen und zwei junge Schauspieler bildeten den Rahmen, um Turners Geschichte sowie die großartigen Hits wie „Paradise is here“, „Missing you“ oder „Private Dancer“ – zur großen Freude des Publikums, das schon in der ersten Hälfte kaum auf den Stühlen zu halten war.

Videoeinspielungen

Dabei wurden über vierzig Jahre der Weltkarriere Turners, in unterschiedlichen Zeitebenen, dargestellt. Wie ein in Gang gesetztes Zeitenkarussell wirkten manche Szenen, deren Schlüsselmomente die brillant ausdrucksstarke Gesangstimme von Smith war, die beim Publikum direkt ins Herz traf und das Gefühl vermittelte, als würde Tina Turner selbst auf der Bühne singen. Darüber hinaus fungierten Videoeinspielungen als eine Art Brücke, um der großartige Wirkung Turners auf Millionen von Menschen rund um den Erdball zu würdigen.

Große Nähe beim Publikum

Mariyama Ebel mimte die junge Anna Mea, die in einer Begegnung mit Ike (Palmyre Ligue spielte diesen eher nüchtern), zu singen beginnt und ihn damit zu elektrisieren vermochte. Die gesanglichen Parts übernahm dabei durchgängig Smith, die insgesamt mit einer emotionalen und leidenschaftlichen Dichte, wie auch überschäumendem Temperament die Höhen und Tiefen Turners Leben darstellte, und damit große Nähe beim Publikum auslöste.

Tanzen am Bühnenrand

Smith scheint jede Facette der selbstbewussten wie auch hochsensiblen Musikerin Turner erfasst zu haben, die sie, empfindungsreich umzusetzen verstand. Darüber hinaus ging sie oft in den direkten Kontakt zum Publikum, das zum Ende hin vor Begeisterung vorm Bühnenrand tanzte und stehend applaudierte. Als Smith dann offenbarte, dass sie an dem Tag Geburtstag habe, sang das gesamte Publikum, vom Herzen kommend, das Ständchen „Happy Birthday“. So ging ein großartiger Musikabend zu Ende, der bei den meisten Zuschauern noch lange in Erinnerung bleiben wird.


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