Erfolgreiche Aktion Lingener Schüler sammeln 532 gebrauchte Handys

Von Elisabeth Tondera

Die Klasse 7d des Franziskusgymnasiums hat die meisten Handys für die missio-Aktion gesammelt. In der dritten Reihe sind auch die Initiatoren der Aktionzu sehen, die Religionslehrerin Angelika Roelfes und den Religionslehrer Dieter Schulte. Foto: Elisabeth TonderaDie Klasse 7d des Franziskusgymnasiums hat die meisten Handys für die missio-Aktion gesammelt. In der dritten Reihe sind auch die Initiatoren der Aktionzu sehen, die Religionslehrerin Angelika Roelfes und den Religionslehrer Dieter Schulte. Foto: Elisabeth Tondera

to Lingen. „Über 100 Millionen Handys liegen nach Schätzung von Experten ungenutzt in deutschen Schubladen. Habt auch ihr ein altes Handy übrig? Mit diesem Gerät kann man noch viel Gutes bewirken.“ Mit diesen Worten begann der Aufruf zur Handysammelaktion am Franziskusgymnasium Lingen.

Die Religionslehrer Angelika Roelfes und Dieter Schulte haben diese Aktion rund um das Franziskusfest im Oktober 2017, das unter dem Motto „Nachhaltigkeit“ stand, ins Leben gerufen und sich damit an der „Aktion Schutzengel“ des Hilfswerks Missio beteiligt. Bis Ende Januar konnten Schüler ausgediente Handys sammeln. „Wir haben die Aktion bewusst über einen längeren Zeitraum durchgeführt“, sagt Dieter Schulte. Die Initiatoren haben Informationsblätter in jeder Klasse ausgelegt und die Schüler persönlich angesprochen. Diese erfuhren, was mit den Handys geschieht (sie werden entweder repariert und weiterverwendet oder recycelt) und wofür der Erlös verwendet wird (ein Projekt unterstützt unter anderem Familien im Kongo, die von den Folgen des Bürgerkriegs betroffen sind). „Wenn ihr euch an der Handyaktion beteiligt, helft ihr Familien in Not und schützt gleichzeitig die Umwelt“, konnten die Schüler im Informationsblatt lesen.

Anerkennungspreis für die meisten Handys

Die Herstellung von Handys ist sehr aufwendig, dafür werden 60 verschiedene Stoffe benötigt, darunter allein 30 Metalle, die zum Teil unter menschenunwürdigen Umständen unter anderem im Kongo gewonnen werden. „Deshalb ist es wichtig, so viel wie möglich von diesen Stoffen durch das Recyceln zurückzugewinnen“, meint Schulte. „Wir haben die Aktion auch ein bisschen forciert und einen kleinen Wettbewerb ausgelobt: Die Klasse, in der die meisten Handys gesammelt werden, sollte einen kleinen Anerkennungspreis bekommen“, berichtet Angelika Roelfes.

Mundpropaganda und kreative Ideen

Auch die Schüler unterstützten die Aktion durch Mundpropaganda und kreative Ideen. Überall in der Schule hingen fantasievoll gestaltete bunte Plakate. „Du hast ein altes Handy? Zeit zu spenden“, war darauf zu lesen oder: „Holt die Handys aus der Schublade.“ Nach einigen Wochen informierten die Schüler auf einem Plakat über den aktuellen Stand der Sammelaktion: „Bis jetzt abgegebene Handys – 238. Die Spitzenreiter sind 6d, 6a, 8d. Wir sammeln weiter! Smiley.“ Bis Anfang Februar kamen noch mehr als doppelt so viele ausgediente Handys zusammen. 532 waren es am Ende der Sammelaktion, der Spitzenreiter war am Ende die Klasse 7d, die 60 Handys gesammelt hat.

500 alte Handys vom Franziskusgymnasium

„Ich denke, dass die persönliche Ansprache und der kleine Wettbewerb sehr motivierend waren“, sagt Angelika Roelfes, und ihr Kollege Dieter Schulte stellt erfreut fest: „Im gesamten Bistum Osnabrück wurden etwa 2000 Handys gesammelt, davon kamen mehr als 500 allein von unserer Schule.“