Ausbildung in Krav Maga Feuerwehrleute in Lingen üben Selbstverteidigung


Lingen. Immer häufiger sind Hilfskräfte wie Feuerwehr und Rettungsdienst während ihres Einsatzes verbalen wie auch körperlichen Angriffen ausgesetzt. Um sich vor solchen Anfeindungen zu schützen, wurde die Feuerwehr Lingen nun in der Selbstverteidigung Krav Maga geschult.

Grundsätzlich stand hierbei laut Pressemitteilung der Feuerwehr die Deeskalation im Vordergrund. Vermittelt wurden aber auch einzelne Techniken der Selbstverteidigung um sich im Fall der Fälle selbstbewusst und effektiv gegen körperliche Gewalt schützen zu können.

Anspannung in der Fahrzeughalle

Eine gewisse Anspannung ist am Montagabend in der Fahrzeughalle der Freiwilligen Feuerwehr Lingen zu spüren. Ewa 20 Feuerwehrfrauen und -männer stehen dort in Sportanzügen, wo sonst ihre Einsatzfahrzeuge stehen und lauschen den Ausführungen des Krav-Maga-Ausbilders Julian Lucas aus Nordhorn.

Grundlegende Techniken

Zwei Stunden werden die Einsatzkräfte der Feuerwehr an diesem Abend Krav Maga trainieren und damit einige grundlegende Techniken der Selbstverteidigung kennenlernen. Julian Lucas verfolgt mit Krav Maga dabei ein einfaches Ziel: die Vermittlung von Fähigkeiten zur effektiven Selbstverteidigung an Menschen jeden Alters und Geschlechts.

Rückgriff auf natürliche Reflexe

Nach einem zunächst spielerisch wirkenden Aufwärmprogramm wird den Wehrleuten schnell klar, dass der eigene Körper offensichtlich über Muskelregionen verfügt, die bisher eher selten bis nie beansprucht wurden. Doch schon mit den ersten Techniken, die Lucas danach vermittelt, wird auch klar: Im Krav Maga wird ganz bewusst auf natürliche Reflexe und intuitive Bewegungsabläufe des menschlichen Körpers zurückgegriffen. Diese Art der Selbstverteidigung ist daher auch mit vergleichbar geringem Trainingsaufwand zu erlernen.

„Deeskalation ein Mittel der ersten Wahl“

„Deeskalation oder Flucht ist immer ein Mittel der ersten Wahl. Wenn aber nichts mehr geht, muss Selbstverteidigung auch in extremen Stresssituationen abrufbar sein,“ so Julian Lucas vom „Krav Maga Nordhorn“ an diesem Abend. Am Ende des Trainings konnte Lucas so auch, zufrieden mit der Leistung der Wehrleute, in ebenso zufriedene Gesichter der Teilnehmer schauen.

Niedrige Anzahl der Techniken

Krav Maga versteht sich nicht als Sport im klassischen Sinne. Im Unterschied zu vielen Kampfsportarten wird die Anzahl der Techniken im Krav Maga bewusst niedrig gehalten. Hieraus erwächst die Möglichkeit, erlernte Techniken der Selbstverteidigung auch in extremen Stresssituationen, in denen es oft um Sekunden geht, anzuwenden. In unserer Region wird Krav Maga zum Beispiel in Nordhorn angeboten. Zusätzlich zum wöchentlich stattfindenden Training werden hier auch spezielle Kurse für Frauen sowie ein kostenloses Probetraining angeboten.

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