Zeit und Raum spielen keine Rolle Parov Stelar in der Emslandarena in Lingen

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Elektro-Swing live spielt DJ Parov Stelar am Freitag mit seiner Band in Lingen. Foto: Christine MiessElektro-Swing live spielt DJ Parov Stelar am Freitag mit seiner Band in Lingen. Foto: Christine Miess

Lingen. Parov Stelar wird als Superstar des Elektroswing gehandelt. Am Freitag, 16. März, stellt er sein neues Album „The Burning Spider“ in der Emslandarena in Lingen vor. Auf der neues Platte hat er den Blues entdeckt.

Hinter Parov Stelar steckt der österreichische House-DJ Marcus Füreder. Als er Swing mit moderner, elektronischer Musik kreuzte, hatte er die passende Mixtur für seinen Erfolg gefunden. Der umfassende Retro-Trend spülte fast zeitgleich alte Swing-Nummern in die Clubs. Und während die Lindy Hopper zu den Originalen bouncen, lassen andere ihre Hüften zum Elektro-Swing von Parov Stelar kreisen.

Jetzt hat der Österreicher den Blues entdeckt. Linz ist zwar eine völlig andere Welt als Texas. Aber dank der digitalen Technik spielen Zeit und Raum keine Rolle mehr. Also kann Marcus Füreder die Stimme von Lightnin‘ Hopkins, dem einflussreichsten Vertreter des Texas Blues, sampeln und für sein Stück „The Burning Spider“ nutzen. Neben Lightnin‘ Hopkins ist übrigens auch Muddy Waters als Sänger auf dem Album „The Burning Spider“ vertreten.

Warum er sich den alten Musikformen verbunden fühlt, erklärte Füreder dem Magazin Gala in einem Interview: „Die Aufnahmequalität von alten Songs hat noch Ecken und Kanten. Da ist noch Dreck drin. Ich mag es, das mit modernen Sachen zu verbinden und zu sehen, was dabei herauskommt.“ Beim Blues habe ihn insbesondere gereizt, dass die Bluessänger nur mit ihren Stimmen und ihren Gitarren aufs Wesentliche reduziert waren. „Das ist für mich eine extrem ehrliche, emotionale Angelegenheit.“

In Abwandlung zu Adi Preisslers Spruch „Was zählt ist auffem Platz“, gilt für Parov Stelar: „Was zählt ist auf der Bühne.“ Nach Lingen kommt Füreder mit einer Band, die mit Bläsern und Sängerin Cleo Panther bestückt ist. Füreder selbst hält sich zurück, steht nicht im Rampenlicht, sondern sieht seine Rolle eher als die des Dirigenten. Wichtig ist ihm nicht seine Person, sondern die Musik.

Parov Stelar, Emslandarena, Lingen, Fr., 16. 3., 20 Uhr, Eintritt: 43,60 Euro, Tickets erhältlich in den Geschäftsstellen der Tageszeitung, www.deinticket.de oder unter Kartentelefon: 0591/91295-0 oder 9144-144.


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