Schweigekreis Fuest fordert in Lingen sofortige Abschaltung aller AKW

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Zum siebten Jahrestag der Atom-Katastrophe in der japanischen Stadt Fukushima veranstalteten das Anti-Forum Emsland, der BUND und der Elternverein Restrisiko einen Schweigekreis vor dem historischen Rathaus in Lingen. Foto: Ludger JungeblutZum siebten Jahrestag der Atom-Katastrophe in der japanischen Stadt Fukushima veranstalteten das Anti-Forum Emsland, der BUND und der Elternverein Restrisiko einen Schweigekreis vor dem historischen Rathaus in Lingen. Foto: Ludger Jungeblut

Lingen. Zum siebten Jahrestag der Atom-Katastrophe in Fukushima haben sich am Sonntagabend, 11. März 2018, Mitglieder des Anti-Atom-Forums Emsland, der Umweltschutzorganisation BUND und des Elternvereins Restrisiko vor dem historischen Rathaus auf dem Marktplatz in Lingen getroffen.

Das verheerende Unglück in Fukushima hatte sich im März 2011 ereignet. Michael Fuest, Politiker der Grünen aus Lingen und Mitglied der BUND-Kreisgruppe Emsland, vertrat die Auffassung, dass der japanische Staat nach der Atomkatastrophe nicht die Bürger, sondern die Unternehmen geschützt habe. „Rund 160.000 Menschen mussten das Gebiet verlassen“, erklärte Fuest.

66.000 zusätzliche Krebsfälle befürchtet

Nach seinen Worten schätzen die Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges, dass es nach der Katastrophe in Fukushima bis zu 66.000 zusätzliche Krebsfälle in der japanischen Bevölkerung gibt. Der Redner forderte die sofortige Stilllegung aller Atomkraftwerke sowie die Schließung der Urananreicherungsanlage in Gronau und der Brennelementefabrik ANF in Lingen. Dies sei möglich, ohne die Stromversorgung zu gefährden, meinte er.

„Ostermarsch“ am 30. März in Gronau

Eine Teilnehmerin der Veranstaltung verwies auf den „Ostermarsch“, der am 30. März (Karfreitag) zur Gronauer Urananreicherungsanlage stattfindet. Das Motto lautet: „Atomwaffen und Urananreicherung ächten! Zivile Konfliktlösung statt Rüstungs- und Atomexporte!“ Die Auftaktkundgebung beginnt um 13 Uhr beim Bahnhof in Gronau; gegen 15 Uhr ist die Abschlusskundgebung vor dem Haupttor der Urananreicherungsanlage vorgesehen.

„We shall overcome“

Bevor sich der Schweigekreis in Lingen nach etwa einer Viertelstunde auflöste, sangen die Teilnehmer die Hymne der amerikanischen Bürgerrechtsbewegung: „We shall overcome“.

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