Beschluss im Sozialausschuss SKM, Reholand und Flüchtlingshilfe in Lingen bezuschusst

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Viele Zuschüsse hat der Sozialausschuss der Stadt Lingen in seiner jüngsten Sitzung beschlossen. Foto: Daniel Reinhardt/dpaViele Zuschüsse hat der Sozialausschuss der Stadt Lingen in seiner jüngsten Sitzung beschlossen. Foto: Daniel Reinhardt/dpa

Lingen. Verschiedene Zuschüsse und Förderungen hat der Ausschuss für Familie, Soziales und Integration der Stadt Lingen in seiner jüngsten Sitzung jeweils einstimmig bewilligt.

Für das seit 2009 bestehende Projekt „Krötenwerkstatt“ des SKM gibt es von der Stadt Lingen 6760 Euro. „Das Projekt soll die Finanzkompetenz von Kindern und Jugendlichen stärken“, erläuterte Sozialdezernentin Monika Schwegmann. Es sei ein Baustein im Präventionsnetzwerk des Jugendschutzes. Die Kosten im Jahr 2018 von 50.760 Euro werden durch den Zuschuss der Stadt, aus Eigenmitteln (4000 Euro), vom Landkreis Emsland (12.000 Euro) und Sponsoring (28.000 Euro) finanziert. Fabian Rode (CDU) begrüßte den hohen Anteils des Sponsorings an der Finanzierung. Martina Lippert (SPD) fragte, inwieweit die Schulsozialarbeit „ins Boot geholt“ werden könne. Frank Botterschulte, Leiter des Fachbereiches Jugendhilfe, Arbeit und Soziales der Stadt, erklärte, diese werde erst langsam ausgebaut. „Wir müssen schauen, wie sie sich entwickelt.“

20.000 Euro für das Freiwilligenzentrum

Mit maximal 20.000 Euro fördert die Stadt das Freiwilligenzentrum Lingen (FZL). Dort betätigen sich über 400 Bürger in verschiedenen ehrenamtlichen Projekten. Finanziert werden soll das FZL 2018 bei Gesamtkosten von rund 94.000 Euro neben dem städtischen Zuschuss durch einen Eigenanteil des SKM (20.000 Euro), das Land Niedersachsen (15.000 Euro), den Caritasverband Osnabrück (16.600 Euro) und Einnahmen aus Beiträgen, Spenden und Bußgeldern (22.400 Euro).

Straffälligenhilfe und ältere Arbeitnehmer

Der gemeinnützige soziale Wirtschaftsbetrieb Reholand GmbH erhält für das Projekt „Straffälligenhilfe“, das durch Qualifizierung straffällig gewordenen Menschen die Eingliederung in den Arbeitsmarkt ermöglichen soll, 2018 einen Zuschuss von 7500 Euro. Weitere 11.050 Euro erhält Reholand für das Projekt „Weiterbeschäftigung älterer Arbeitnehmer“. Diese Förderung sichert laut Vorlage der Verwaltung die Beschäftigung von vier Mitarbeiterinnen im sozialen Kaufhaus von Reholand, die keine Perspektive auf dem ersten Arbeitsmarkt haben. Neben Eigenmittel von Reholand (rund 21.500 Euro) sollen die Erträge aus dem sozialen Kaufhaus (rund 48.800 Euro) zur Finanzierung der Gesamtkosten von rund 81.000 Euro beitragen.

Bürgerliches Engagement bei der Flüchtlingshilfe

Das Land Niedersachsen unterstützt bürgerliches Engagement bei der Flüchtlingshilfe in der Stadt Lingen mit 7006 Euro. Der Sozialausschuss beschloss, die die über die Stadt hinaus wirkenden Projekte FZL, Fahrradwerkstatt im Alten Schlachthof, Integrationslotsen im südlichen Emsland und das Flüchtlingsforum für Integration und Menschenrechte mit einem Drittel der Mittel (2335 Euro) zu unterstützen. Insgesamt 4671 Euro können Initiativen und lokale Projekte aus den Lingener Orts- und Stadtteilen zur Sachkostenerstattung bis zum 15. Oktober 2018 beantragen. Die nicht abgerufenen, abhängig von der Anzahl der dort lebenden Flüchtlinge auf die Orts- und Stadtteile aufgeschlüsselten, Mittel, werden nach diesem Stichtag an die anderen Institutionen verteilt. Alle vorgesehenen Institutionen und lokalen Projekte würden über dieses Verfahren schriftlich informiert, teilte die Verwaltung im Ausschuss mit.


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