Fünf Schulen nehmen teil Lingener Schüler simulieren die Bundestagswahl

Überzeugt von der Juniorwahl: (von links) Michael Kruse, Felix Bartels (beide Zwölftklässler), Fachlehrer Andreas Bethke und Fachobmann Martin Kolbe sowie die Neuntklässler Tim Lohmann und Max Nie-Hoegen an einer improvisierten Wahlurne. Foto: Carsten van BevernÜberzeugt von der Juniorwahl: (von links) Michael Kruse, Felix Bartels (beide Zwölftklässler), Fachlehrer Andreas Bethke und Fachobmann Martin Kolbe sowie die Neuntklässler Tim Lohmann und Max Nie-Hoegen an einer improvisierten Wahlurne. Foto: Carsten van Bevern

Lingen. Bei den Bundestagswahlen am 22. September werden laut Statistischem Bundesamt 61,8 Millionen Deutsche wahlberechtigt sein, darunter drei Millionen Erstwähler. Am Lingener Franziskusgymnasium werden aber auch etwa 300 noch nicht wahlberechtigte Schüler ihre Stimme abgeben können: Am Donnerstag vor der offiziellen Wahl nimmt das Gymnasium als eine von fünf Schulen im Altkreis Lingen an der Juniorwahl teil.

Seit 1999 wird diese in Deutschland parallel zu Landtags-, Bundestags- und Europawahlen durchgeführt. Das Projekt soll Schüler an Prozesse der demokratischen Willensbildung heranführen und sie auf die Teilhabe am politischen System der Bund

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Am 12. September 1999 saß Professor Jürgen Falter in der Talksendung Sabine Christiansen und sprach von seinen Erfahrungen seiner Gastprofessur in USA und den Erlebnissen mit der Initiative KidsVoting, die heutzutage an über 10.000 Schulen und mit mehr als acht Millionen Schülern durchgeführt wird: Dies war die Geburtsstunde der Juniorwahl, die 1999 erstmalig an drei Schulen in Berlin durchgeführt wurde. Schon zehn Jahre später waren es zur Bundestagswahl 2009 insgesamt 1.043 Schulen und 246.616 beteiligte Schüler, womit die Juniorwahl zu den größten Schulprojekten in Deutschland zählt. In diesem Jahr werden sich bundesweit 2260 Schulen und rund 500.000 Jugendliche beteiligen. Als herausragendes Beispiel für bürgerschaftliches Engagement wurde das Projekt „Juniorwahl“ des Vereins Kumulus aus Berlin unter anderem 2001 mit dem Förderpreis „Demokratie leben“ durch den Deutschen Bundestag ausgezeichnet. Überreicht wurde der Preis durch den damaligen Bundestagspräsidenten Wolfgang Thierse.

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