Ausstellung in Lingen Kritische Auseinandersetzung mit Martin Luther

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Die Ausstellung „Martin Luther und die Juden“ war Anfang 2017 schon in der Katharinenkirche in Osnabrück zu sehen. Foto: D. EbenerDie Ausstellung „Martin Luther und die Juden“ war Anfang 2017 schon in der Katharinenkirche in Osnabrück zu sehen. Foto: D. Ebener

Lingen. „Ertragen können wir sie nicht. Martin Luther und die Juden“: Die im Ludwig-Windthorst-Haus (LWH) in Lingen-Holthausen noch bis zum 25. März zu sehende Wanderausstellung informiert über das Verhältnis des Reformators zu Juden und das Judentum im historischen und theologischen Kontext.

Offiziell eröffnet wird die Ausstellung am kommenden Dienstag, 13. März, ab 19.30 Uhr im Rahmen eines LWH-Akademieabends und eines Lehrhausgesprächs vom Forum Juden-Christen im Altkreis Lingen.

Verhältnis zum Judentum

„Die Frage des Verhältnisses zum Judentum zieht sich als roter Faden durch die Theologie Martin Luthers. Vertritt er in den 1520er-Jahren eine vermeintlich judenfreundliche Haltung, so findet man in den 1540er-Jahren Sätze voller Hass und Verachtung“, heißt es im Ankündigungstext zu der Ausstellung, die anlässlich des Reformationsjubiläums 2017 im Referat für christlich-jüdischen Dialog der evangelisch-lutherischen Nordkirche konzipiert worden ist.

Jüdisches Leben im Mittelalter

Ausgehend vom Leben und Wirken Martin Luthers können Besucher zentrale Aussagen von Luther zu Juden und Judentum kennenlernen. Informationen über das jüdische Leben im Mittelalter und in der frühen Neuzeit ergänzen die aus insgesamt 18 Bildertafeln bestehende Ausstellung, die Besucher zudem animiert, selbstständig eine Position zu finden.

Fachfrau im LWH

Die Inhalte der Ausstellung werden am 13. März zudem im Rahmen des in Kooperation mit dem Forum Juden-Christen angebotenen Akademieabends vorgestellt und thematisiert. Der Lingener Pastor Gernot Wilke-Ewert wird den Abend moderieren, zu dem mit der Theologin und Judaistin Prof. Dr. Ursula Rudnick die Beauftragte der evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannover für Kirche und Judentum zu Gast sein wird.


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