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05.03.2018, 18:15 Uhr ROBERT KOOP KANDIDIERT ALS OB

Der Wahlkampf in Lingen ist eröffnet

Kommentar von Thomas Pertz

Robert Koop, Fraktionsvorsitzender der Bürgernahen im Lingener Stadtrat, kandidiert um das Amt des Oberbürgermeisters. Foto: Wilfried RoggendorfRobert Koop, Fraktionsvorsitzender der Bürgernahen im Lingener Stadtrat, kandidiert um das Amt des Oberbürgermeisters. Foto: Wilfried Roggendorf

Lingen. Dieter Krone hat in Robert Koop einen Herausforderer um das Amt des Oberbürgermeisters, den er nicht unterschätzen sollte, meint der Kommentator.

Sein größter Kritiker wird nun auch sein einziger Herausforderer: Robert Koop tritt am 22. April gegen Dieter Krone um das Amt des Oberbürgermeisters an. Der Fraktionsvorsitzende der Bürgernahen und zweifellos die schillerndste politische Figur im Lingener Stadtrat gegen den parteilosen Amtsinhaber - diese Überraschung ist den BN gelungen.

Die meisten Bürger in der Stadt waren wohl schon davon ausgegangen, dass nur ein Name auf dem Wahlzettel stehen wird. Deshalb gebührt Koop Anerkennung dafür, dass es erst durch seine Kandidatur zu einer tatsächlichen Wahl durch Auswahl kommt. Der Demokratie hat er damit einen echten Dienst erwiesen. Das verdient Respekt.

Damit ist der Wahlkampf in Lingen, der bislang noch gar keiner gewesen ist, eröffnet. Der scharfzüngige Rechtsanwalt nutzt den Sitzungssaal des Rathauses durch seinen in Jahrzehnten gepflegten polarisierenden Politikstil häufig für Redebeiträge, die mehr Anklagen ähneln. Dies allein wird aber beim Wettbewerb um das höchste Amt in der Stadt nicht reichen. Koop muss auch erklären, was er besser machen will und kann als Krone.

Dies gilt allerdings umgekehrt für den Amtsinhaber auch. Der Oberbürgermeister, der auf eine breite Unterstützung im Stadtrat zählen kann, geht zwar als klarer Favorit ins Rennen um die Wählergunst. Krone hat aber einen Herausforderer bekommen, den er nicht unterschätzen sollte. 


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