„Wir sind Freunde“ Lingen feiert 25 Jahre Partnerschaft mit Bielawa

Meine Nachrichten

Um das Thema Lingen Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.


Lingen. Ein historisches Geschenk ist die nunmehr 25 Jahre währende Städtepartnerschaft zwischen Lingen und dem polnischen Bielawa. Das hat Oberbürgermeister Dieter Krone bei einem Festakt mit knapp 100 geladenen Gästen am Samstag, 3. März 2018, im Rathaus betont.

18 Gäste waren aus Polen am Freitag angereist, um dem Festakt am Samstagvormittag, der Umbenennung des Kreisverkehres an der Lindenstraße in Europaplatz und einem Festabend beim VfB Lingen im Haus der Vereine in Damaschke beizuwohnen. Die Unterbringung von fünf dieser Gäste war zugleich Indiz für die Erfolge der Partnerschaft: Sie waren nicht im Hotel untergebracht, sondern bei Lingener Bürgern, die in den langen Jahren der partnerschaftlichen Beziehungen zwischen den Städten zu Freunden geworden sind.

„Wir sind Freunde“

Dies hob auch Dieter Krone in seiner Festrede im Ratssitzungssaal hervor: „Heute können wir voller Stolz sagen: Die Beziehungen zwischen unseren beiden Städten, die Verbindungen zwischen den Menschen in Bielawa und Lingen sind immer stabiler, verlässlicher und enger geworden. Wir sind heute nicht nur Partner, wir sind Freunde.“ Eine Feststellung, für die der Lingener Oberbürgermeister Applaus erntete.

Viele Wege

In verschiedenen Bereichen sei der Weg zur Freundschaft gegangen worden, erläuterte Krone: etwa bei den „regen Schüler- und Kollegiumsaustausch“ zwischen den Berufsbildenden Schulen Lingen und der Berufsschule in Bielawa; bei den Schüleraustauschen, beispielsweise auch mit dem Franziskusgymnasium; und natürlich auch beim Pfingstturnier für Nachwuchsfußballer beim VfB Lingen, das „undenkbar“ sei ohne Teilnehmer aus Polen. Auch seien immer wieder Theatergruppen aus Bielawa zum Welt-Kindertheater-Fest angereist, man hoffe 2018 wieder auf polnische Beteiligung.

Drei Ehrenbürger

Auf der anderen Seite habe man beim jüngsten Besuch durch den Stadtrat in Bielawa im Sommer 2017 viele interessante Projekte besichtigen können. Etwa die Waldschule als Beispiel für die Vorreiterrolle Bielawas als „Umweltstadt“ in Polen. Und auch „wunderbare Zeichen der Anerkennung“ hat es laut Krone mit der Ernennung von drei Lingenern zu Ehrenbürgern Bielawas gegeben: Hans Cloppenburg, Ulrich Witte und zuletzt Klaus Güttler wurde diese Ehre zuteil.

Geschenke

Krone wünschte sich, dass die deutsch-polnischen Beziehungen weiter wachsen – und hatte auch ein passendes Geschenk für seinen Amtskollegen Piotr Lyzwa: eine Säuleneiche. „Möge sie tiefe Wurzeln in Bielawa schlagen und in Ihrer Stadt ein deutlich sichtbares Zeichen unserer Freundschaft sein“, sagte Krone. Lyzwa bedankte sich nicht nur mit Worten, sondern auch mit einem Bild des Bielawskie-Stausees als Gastgeschenk. „Wir wünschen uns weitere Erfolge bis zum goldenen Jubiläum unserer Partnerschaft“, sagte der Bürgermeister Bielawas, ehe die Kivelinge einen Weggen für alle brachten.

Musik voller Symbolik

Voller Symbolik war neben den Geschenken auch die Musik, die den Festakt begleitete. Justine Rompa sang – begleitet von Albina Rachmanin am Klavier – nicht nur „Auf uns“ von Andreas Bourani, „Am Brunen vor dem Tore“ von Franz Schubert und zum Abschluss „Freude schöner Götterfunken“ (Ludwig von Beethoven), sondern auch polnische Stücke von Czeslaw Niemen („Czy mnie jeszcze pamnietasz“) und Ryszard Rynkowski („Jedzie pociag z daleka“).

Zu Letzterem erläuterte Rompa, dass dieses für sie die polnische Einstellung, das Leben auch einmal zu genießen, sehr gut wiedergebe. Die Gäste aus Bielawa hatten dies bei ihrem Vortrag unter Beweis gestellt: Erst leise, dann immer lauter sangen und klatschten sie mit und durchbrachen die förmlich-festliche Stimmung so mit der von Rompa benannten polnischen Lebensfreude.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN