160 Teilnehmer „Digital-Gipfel“ in Lingen: Neue Geschäftsmodelle erwartet

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Lingen. Auf einem „Digital-Gipfel“ der IT-Achse Ems haben sich zur ersten Jahresveranstaltung im IT-Zentrum Lingen 160 Vertreter von Unternehmen, Verbänden und Kammern getroffen. Ihr Fazit: Die IT wird zum wichtigsten Instrument der Geschäftsführung.

„Die Welt der IT hat sich mit enormer Geschwindigkeit gewandelt. Hochoptimierte Technik bringt immer neue Beschleunigung bestimmter Rechenoperationen mit sich. Digitalisierung löst die Automatisierung ab und eröffnet neue Geschäftsmodelle“, bemerkte Tim Husmann, Geschäftsführer der IT-Achse Ems vom Standort Lingen.

„Politik muss für Rahmenbedingungen sorgen“

Die enormen Herausforderungen seien für das Kompetenznetzwerk der IT-Wirtschaft jedoch nicht alleine zu stemmen. Die Politik müsse für Rahmenbedingungen sorgen und die Entwicklung der IT-Wirtschaft in der Region unterstützen. Im Eröffnungsgespräch versicherten Landrat Reinhard Winter und Oberbürgermeister Dieter Krone, ein Bündel an Initiativen und Maßnahmen zu entfalten.

„Enorme Chancen durch Digitalisierung“

Die Digitalisierung biete im ländlichen Raum dem breit aufgestellten Mittelstand unter anderem mit flächendeckender Breitbandinfrastruktur und einer 5G-Technologie mit zigfach schnelleren Übertragungsgeschwindigkeiten enorme Chancen. Auch die Fachkräftegewinnung gehöre zu den unabdingbaren Aufgaben für den Landkreis und die Kommunen.

„Erfolgreiches Instrument“

„Mit der IT-Emsland haben wir als Stadt Lingen zusammen mit dem Landkreis Emsland bereits ein äußerst erfolgreiches Instrument für Transferleistungen im Themenkomplex Digitalisierung, von denen zahlreiche Klein- und Mittelunternehmen profitieren können“, betonte Krone. Vom Kompetenznetzwerk IT verspricht sich Landrat Winter eine Vorreiterrolle nach dem emsländischen Selbstverständnis: „Machen statt warten.“

Veränderte Märkte

Antworten auf digitale Fragen vermittelte Jens-Uwe-Meyer in seinem Vortrag „Digitale Disruption“, was „Zerrüttung des Marktes, Zerschlagung von Industriebetrieben“ bedeutet. „Digitale Disruption ist die nächste Stufe der Innovation“, so Meyer, und alle Branchen seien betroffen. Es gelte, visionär nach vorne zu schauen, denn die Kunden würden in einigen Jahren den veränderten Bedürfnissen folgen. Zur unternehmerischen Triebfeder gehöre ein neues Denken, Innovation und Flexibilität, um die Chancen der sich veränderten Märkte zu nutzen.

„Entdecken Sie sich und Ihre Mitarbeiter neu“

„Machen Sie aus analogen Produkten ein digitales Geschäftsmodell, entdecken Sie sich und Ihre Mitarbeiter neu“, appellierte Meyer an Teilnehmer.

Bernhard Krone, geschäftsführender Gesellschafter der Krone-Gruppe aus Spelle, und Goy-Hinrich Korn (ebenfalls Krone) erläuterten in ihrem Vortrag „Industrie im Wandel – Vom kompetenten Maschinenbauer zum digitalen Dienstleister“ die Herausforderungen und Maßnahmen, „die uns als Hersteller und Industrieunternehmen seit vielen Jahren beschäftigen.“

„Wir müssen immer an die Mitarbeiter denken“

Ob Disruption und Familienunternehmen überhaupt zueinander passen, veranschaulichten sie anhand von Produkten und Märkten. Offen seien sie bei verschiedenen Themen für Entwicklungsschritte und disruptiven Ideen hin zu einem neuen Geschäftsmodell. „Doch wir müssen immer an die Mitarbeiter denken“, betonte Bernard Krone.

„Enormes Potenzial“

Tim Husmann sieht als Netzwerk-Manager für alle IT-Branchen in der Region Emsland, Ostfriesland und der Grafschaft Bentheim ein enormes Potenzial, um Geschäftsmodelle weiter zu entwickeln.

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