Kritik am Initiator Verein für Rosemeyer-Museum in Lingen gegründet

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Lingen. Die 2013 angekündigte Gründung der Bernd-Rosemeyer-Stiftung ist bis heute nicht erfolgt. Dies soll nach Kritik in der „taz. Die Tageszeitung“ und einem Lingener Internetblog laut dem Initiator Heinrich Liesen aber in Kürze erfolgen.

Die vor fünf Jahren auch in der Lingener Tagespost angekündigte Gründung der Stiftung habe sich laut Liesen, dessen Pläne für ein Bernd-Rosemeyer-und-Elly-Beinhorn-Museum in Lingen seit mehreren Monaten kontrovers diskutiert werden, verzögert, „da Stiftungsgründung und Errichtung des Museums in einem direkten Zusammenhang stehen“.

Kritik in der „taz“ und in einem Lingener Blog

So soll die Stiftung laut Liesen die finanziellen Grundlagen für den Ausbau des Museums schaffen. „Dafür ist es aber erforderlich, eine möglichst genaue Investitionskostenrechnung zu haben. Da sich der Ankauf der Museums-Immobilie zeitlich wesentlich verzögert hat, hat sich auch die Stiftungsgründung verzögert“, erklärte Liesen jetzt auf Nachfrage unserer Redaktion, nachdem die noch nicht erfolgte Stiftungsgründung in der „taz“ und von einem sich Jonas Johannsen nennenden Autor („mit Material von Christoph Frilling“) in einem Blog mit „gelegentlichen Bemerkungen zu Lingen“ öffentlich gemacht und kritisiert worden war.

Museum soll 2019 eröffnet werden

2017 hat Liesen in der Burgstraße in der Lingener Innenstadt Immobilien für das Museum erworben. „Jetzt können von mir in Verbindung mit der Stiftung die Gelder für den Umbau bereitgestellt werden. Ich selbst lege mit 50.000 Euro die finanzielle Basis für die Stiftungsgründung“, erklärte Liesen.

Als Stiftungsziele sind 2013 neben der Förderung von Sportveranstaltungen aber auch die Förderung von Sportlern mit Handicaps und die Unterstützung von alleinerziehende Müttern genannt worden. „Die 2013 angesprochenen Stiftungszwecke werden weiterverfolgt, sobald die Stiftung in das Stiftungsregister eingetragen ist. Ich bereite momentan die Gründung vor. Die Eintragung in das Stiftungsregister wird in den nächsten Wochen der Notar auf den Weg bringen“, so Liesen. Sponsorengelder seien bis heute nicht angenommen worden. „Es gibt jedoch für die Zeit nach der Eintragung bereits angekündigte Sponsorengelder für die neue Stiftung, wozu wir auch die Gemeinnützigkeit beantragen und benötigen.“

Krone: Stadt wird Stiftungsgründung nicht prüfen

Zu der Aussage im „taz“-Bericht, dass „auch die Stadt Lingen der Sache [die nicht erfolgte Stiftungsgründung; Anm.d.Red.] jetzt nachgeht“, erklärte Lingens Oberbürgermeister Dieter Krone auf Nachfrage: „Ich habe im Juni 2013 als Gast an einer Gründungsversammlung zur Bernd-Rosemeyer-Stiftung teilgenommen. Ob diese Stiftung allerdings tatsächlich gegründet wurde, entzieht sich meiner Kenntnis.“ Die Stadt gehe dieser Angelegenheit auch nicht weiter nach. „Da es sich, falls die Stiftung gegründet wurde, um eine private Stiftung handelt, ist die Stadt Lingen in deren Arbeitsweise nicht eingebunden. Die Stiftungsgründung und Stiftungsarbeit liegen allein im Ermessen des privaten Stifters“, so Krone.

Bauantrag für Museum ist gestellt

Zum Stand der Museumsplanungen erklärte Liesen abschließend, dass der Bauantrag eingereicht ist, die „von mir zunächst privat übernommenen“ Rohbauarbeiten im Oktober abgeschlossen werden sollen und der Innenausbau im Winter realisiert werden soll.

In der vergangenen Woche sei auch der Verein „Bernd Rosemeyer & Elly Beinhorn Museum Lingen“ gegründet worden. „Wir haben also künftig eine Bernd-Rosemeyer-und-Elly-Beinhorn-Stiftung, die verschiedene Zwecke verfolgt, und einen gleichnamigen Verein, der den laufenden Betrieb des Museums abdecken und dauerhaft gewährleisten wird.“


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