11.000 Euro jährlich Stadt Lingen fördert Kinderschutzbund bei Präventionsarbeit

Meine Nachrichten

Um das Thema Lingen Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

Die Präventionsarbeit der Beratungsstelle „Logo“ des Lingener Kinderschutzbundes wird von der Stadt Lingen bezuschusst. Foto: Wilfried RoggendorfDie Präventionsarbeit der Beratungsstelle „Logo“ des Lingener Kinderschutzbundes wird von der Stadt Lingen bezuschusst. Foto: Wilfried Roggendorf

Lingen. Der Kinderschutzbund Lingen erhält für das Präventionsprojekt Mobbing von 2018 bis 2020 einen jährlichen Zuschuss in Höhe von 11.000 Euro. Dies hat der Jugendhilfeausschuss der Stadt am 27. Februar 2018 einstimmig beschlossen.

Seit 2011 bietet der Kinderschutzbund mit seiner Beratungsstelle „Logo“ das Präventionsprojekt an. Dabei werden Schulklassen über die Gefahren des Mobbings, vor allem in den sozialen Netzwerken, aufgeklärt. Gleichzeitig finden Informationsveranstaltungen für Eltern und Lehrer statt, erläuterte Heiner Rohoff, stellvertretender Vorsitzender des Lingener Kinderschutzbundes, in der Sitzung des Ausschusses. Das Problem sei die sichere Finanzierung der Personalstellen, um diese Arbeit leisten zu können. „Wir müssen schauen, dass wir unseren Mitarbeitern für mindestens zwei Jahre sichere Verträge bieten können“, sagte Rohoff.

Schwegmann: Präventionsarbeit unverzichtbar

Dieses Problem thematisierte auch Sozialdezernentin Monika Schwegmann: „Es ist schwierig, jemanden zu finden, dessen Stelle dann nur für zwölf Monate sicher ist.“ Dabei sei die Präventionsarbeit des Kinderschutzbundes unverzichtbar. 2017 habe sich die Zahl der Angebote des Kinderschutzbundes deutlich erhöht. Daher solle die Stadt ihre anteilige Finanzierung bis 2020 festschreiben. Schwegmann wies darauf hin, dass der Kinderschutzbund neben der städtischen Förderung von 11.000 Euro und eines Zuschusses des Landkreises in gleicher Höhe mit jährlich 24.500 Euro Eigenanteil 53 Prozent der Personalkosten für die Präventionsarbeit im Bereich Mobbing selber trage.

Rohoff erklärte, dass dies nur durch eine Vielzahl von kleinen und großen Spenden möglich sei. „Die gesamte Verwaltung und Buchführung des Kinderschutzbundes erledigt der Vorstand ehrenamtlich“, betonte Rohoff. Der Verein würde jeden gespendeten Euro „in Beine“ investieren, um sein Beratungs- und Betreuungsangebot aufrecht halten zu können.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN