Missbrauch: Poetry und Experten „Tabus brechen. Jetzt!“ im Lingener Centralkino

Zum Thema sexuelle Gewalt hat auch Slammerin Luise Frentzel etwas zu sagen.Foto: Kathrin SurreyZum Thema sexuelle Gewalt hat auch Slammerin Luise Frentzel etwas zu sagen.Foto: Kathrin Surrey

pm/ct Lingen. In einem neuen Veranstaltungsformat soll am Mittwoch, 28. Februar, um 20 Uhr im Lingener Centralkino über sexuelle Belästigung, Missbrauch und Gewalt geredet und „geslamt“ werden.

Initiiert ist dieses Mischkonzept von Jens Kotalla, der vielen Lingenern schon von mehreren Poetry-Slam-Veranstaltungen bekannt ist. Kooperationspartner sind das Gleichstellungsbüro und die Beratungsstelle Logo.

Aus der Tabuzone holen

„Wir wollen mit diesem Abend ein Thema in die Öffentlichkeit rücken, das viel zu sehr tabuisiert wird,“ erklärte Kotalla in einem Gespräch mit der Redaktion. Gerade von dem Hintergrund der #metoo-Debatte sei es aktueller denn je.

Drei Slammer kommen

Drei hochkarätige Slammer, so Kotalla, hätten sich mit dem Thema auseinandergesetzt und ihre Ideen und Gedanken literarisch aufgearbeitet. Ihre Stimmen erheben werden Simeon Buß aus Bremen, Luise Frentzel aus Bochum und die Berlinerin Veronika Rieger.

Expertenrunde

Der Zuschauer wird zunächst durch die Auftritte der Künstler sensibilisiert und kann anschließend seine Fragen zum Thema in die Expertenrunde stellen. Es geht unter anderem darum, wo sexuelle Gewalt anfängt, wie Betroffene damit umgehen und wie man Betroffenen gegenübertritt. Die Slammer stehen selbstverständlich auch Rede und Antwort.

Für Fachwissen sorgt die Expertenrunde mit der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Lingen, Angelika Roelofs sowie von der Beratungsstelle Logo Dr. Dirk Themann und Ulrike Müller.

Tickets für 6 Euro/erm. 4 Euro gibt es an der Abendkasse.