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19.02.2018, 07:30 Uhr

Leseförderung: Blättern statt wischen

Von Thomas Pertz


Lesen macht Spaß. Das Bild zeigt Kinder, die in der Schulbibliothek einer Schule Bücher lesen. Foto: dpaLesen macht Spaß. Das Bild zeigt Kinder, die in der Schulbibliothek einer Schule Bücher lesen. Foto: dpa

Lingen. Leseförderung lohnt sich, nicht nur unter dem Aspekt der Bildungsförderung. Sondern einfach, weil Lesen Spaß macht.

Das Buch im Kinderzimmer hat es schwer, die Konkurrenz ist groß. Der Fernseher hat dort längst Einzug gehalten. Und es wird im Kinderzimmer auch immer häufiger mehr gewischt als geblättert: über das Display des Smartphones oder iPads zum Beispiel. Da sind solche Aktionen wie das Verschenken von Büchern in Grundschulen durch die Verbände Rotary und Inner Wheel nur zu begrüßen. Mal ganz davon abgesehen, dass die Bücher allen Kindern, auch und gerade denen von Familien mit schmalem Geldbeutel, zugutekommen, eröffnen die Geschichten den Eintritt in eigene Fantasiewelten. Beim Lesen entstehen Bilder im Kopf, die nicht bereits auf kleinen oder großen Bildschirmen vorgefertigt sind.

Leseförderung in der Schule ist gut, anfangen muss sie aber zu Hause und damit viel früher, wenn die Bücher nicht nahezu ungelesen später auf dem Trödelmarkt landen sollen.

Es mag mitunter bequemer sein, Kinder in der Freizeit mit Multimediaangeboten zu beschäftigen. Der Aufwand, sie fürs Lesen zu begeistern, ist größer. Er lohnt sich aber – nicht nur unter dem Aspekt der Bildungsförderung. Einfach auch deshalb, weil Lesen Spaß macht.


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