Stadtbibliothek Lingen Bibliotheken im Wandel

Von Wilfried Roggendorf

Vor über 30 Jahren wurde das Gebäude der Lingener Stadtbibliothek erbaut. Schon damals war es offen und hell gestaltet. Foto: Nina von HoegenVor über 30 Jahren wurde das Gebäude der Lingener Stadtbibliothek erbaut. Schon damals war es offen und hell gestaltet. Foto: Nina von Hoegen

Lingen. Bibliotheken haben, wenn sie sich den auch in Zukunft wandelnden Ansprüchen ihrer Besucher stellen, auch im Zeitalter des Internets ihre Berechtigung, meint der Kommentator.

Die Zeiten, in denen sich eine Bibliothek als ein halbdunkler Raum mit meterhohen Bücherregalen präsentierte, sind vorbei. Ebenso die Zeit, als in den Lesesälen beim geringsten Geräusch ein paar Besucher streng aufschaute, den Zeigefinger auf die gespitzten Lippen legte und mit einem „Pssst“ andächtige Ruhe im Lesetempel forderte.

Schon beim Bau der Lingener Stadtbibliothek vor über 30 Jahren haben die Architekten helle und lichtdurchflutete Räume geschaffen, die sehr viel einladender sind, als es in so mancher verstaubt und altbacken wirkenden Bibliothek der Fall ist.

Die Anforderungen des Publikums an eine Bibliothek haben sich, ebenso wie die Angebote dort, grundlegend gewandelt. Von der reinen Wissensammlung sind sie zu einem Ort geworden, an dem auch Unterhaltung und Freizeit eine Rolle spielen.

Dieser Entwicklung ist die Lingener Stadtbibliothek in den vergangenen Jahrzehnten gefolgt. Die vielen Veranstaltungsangebote zeugen davon ebenso wie die zahlreichen elektronischen Medien.

Bibliotheken haben, wenn sie sich den auch in Zukunft wandelnden Ansprüchen ihrer Besucher, beispielsweise dem der Bibliothek als Ort von Austausch und Begegnung, stellen, durchaus auch im Zeitalter des Internets ihre Berechtigung: Gute Sach- und Fachbücher bieten immer noch zuverlässigere Informationen als Wikipedia und Co.