Bei der Bilanzsumme Volksbank Lingen springt im Jubiläumsjahr über die Milliarde

Von Thomas Pertz

Zufrieden mit dem Geschäftsjahr 2017 sind die Vorstandsmitglieder der Volksbank Lingen, Carsten Schmees und Jürgen Hölscher (von links). Foto. Thomas PertzZufrieden mit dem Geschäftsjahr 2017 sind die Vorstandsmitglieder der Volksbank Lingen, Carsten Schmees und Jürgen Hölscher (von links). Foto. Thomas Pertz

Lingen. Im Jubiläumsjahr 2018 präsentiert die Volksbank Lingen gute Zahlen aus dem abgelaufenen Geschäftsjahr. Die Zufriedenheit darüber war Jürgen Hölscher und Carsten Schmees, Vorstände der Bank, beim Pressegespräch am Freitag von den Gesichtern abzulesen.

125 Jahre alt wird die Volksbank in diesem Jahr. Am 21. Juni 1893 hatten sich Bürger in Lingen zur Gründungsversammlung getroffen, Anlass genug für die Bank, im Laufe des Jahres in verschiedenen Veranstaltungen daran zu erinnern. Die Vertreterversammlung findet passend zum historischen Datum ebenfalls am 21. Juni statt. Bis dahin sind alle Zahlen der Volksbank aus dem Geschäftsjahr 2017 geprüft. Auch wenn Hölscher und Schmees deshalb auf die Vorläufigkeit der Werte verwiesen, wird sich erfahrungsgemäß an den wichtigsten Kennzahlen nichts verändern.

Eine ragt dabei heraus: Die Bilanzsumme der Volksbank übersteigt im Jubiläumsjahr den Wert von einer Milliarde Euro. „Das freut uns natürlich“, betonte Hölscher. Wichtiger sei aber das nochmals gestiegene Kreditgeschäft auf 743 Millionen Euro gegenüber 703 Millionen im Vorjahr (plus 5,8 Prozent), sowie die Einlagen von Kunden. Diese beliefen sich im vergangenen Jahr auf 705 Millionen Euro, ein Anstieg um über zehn Prozent im Vergleich zum Vorjahr (637 Millionen Euro). Der zweistellige Zuwachs sei auch als Ausdruck des Vertrauens der Kunden in die Volksbank zu sehen, analysierte Schmees. Eine solche Steigerung sei keineswegs selbstverständlich.

Investition in „Betongold“

Angesichts des anhaltend niedrigen Zinsniveaus verwies Schmees darauf, dass Kunden zunehmend auch in „Betongold“ investierten, also in Immobilien als Wertanlage. Positiv entwickelt hat sich auch das Geschäft mit Wertpapieranlagen und Aktienfonds. Die Volksbank wickelte hier Geschäfte in einem Volumen von 149 Millionen Euro ab, was einem Plus von fast zehn Prozent im Vergleich zu 2016 (136 Millionen Euro) entspricht. In Zeiten, wo der Zinssatz von der Inflation aufgefressen werde, würden solche Anlagen gute Möglichkeiten zur Vermögensbildung bieten, sagte Hölscher.

Persönliche Beratung

Hier, aber auch bei anderen Beratungen über Finanzdienstleistungen, spiele die persönliche und qualitativ hochwertige Beratung eine wichtige Rolle, unterstrich Schmees. „Deshalb ist auch unser klares Statement: Wir halten an unserem Filialnetz fest“, hob der Vertreter des Vorstandes hervor. „Wir wollen auch in Zukunft die Beratungsbank vor Ort bleiben“, sagte Schmees. Gleichzeitig werde die Volksbank weiterhin ihre digitalen Serviceangebote pflegen und ausbauen, machte Hölscher deutlich.

Aufgrund des Niedrigzinses bleibt auch der Volksbank Lingen nichts anderes übrig, als ein immer größeres Rad zu drehen, um Gewinne zu erwirtschaften. „Wir machen mehr Geschäfte, aber jedes einzelne ist weniger lukrativ“, beschrieb Hölscher die Situation. Unter dem Strich ist es der Bank aber gelungen, Wachstumsraten zu erziele. Ein Zeichen dafür ist, dass die zunehmenden Eigenkapitalanforderungen weiterhin eingehalten werden.

Im Jubiläumsjahr der Volksbank wird es unter anderem eine Gala am 28. September geben, außerdem einen Familientag in der Emslandarena. Hier steht das Datum noch nicht fest. Ebenfalls im Jubiläumsjahr unterwegs sind Hölscher und Schmees, sowie die acht Prokuristen. Aber nicht in eigener Sache, sondern für andere: Sie leisten zum 125. Geburtstag der Bank ebensoviele Sozialstunden jeder 12,5. Hölscher und Schmees packen bei der Lingener Tafel mit an.

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