Wechsel der Gesellschafter Engie in Lingen gehört ab sofort zu Neptune Energy

Von Sven Lampe

Teil der Neptune Energy ist ab sofort die Engie E&P Deutschland mit Zentrale an der Waldstraße in der Stadt Lingen. Foto: Archiv/Thomas PertzTeil der Neptune Energy ist ab sofort die Engie E&P Deutschland mit Zentrale an der Waldstraße in der Stadt Lingen. Foto: Archiv/Thomas Pertz

Lingen. Die Firma Engie in Lingen als Teil der Engie E&P International ist ab sofort offiziell Teil der Neptune Energy Group. Das britische Unternehmen hatte im Mai 2017 ein verbindliches Kaufangebot über 4,7 Milliarden Euro abgegeben.

Das hat Neptune jetzt mitgeteilt. Engie E&P Deutschland mit Hauptsitz in Lingen und zahlreichen anderen deutschen Standorten werde in nächster Zeit zur Neptune Energy Deutschland umfirmieren. Der Gesellschafterwechsel des französischen Mutterkonzerns habe keinen direkten Einfluss auf das operative Geschäft und die Projektplanung der bisherige Engie E&P Deutschland mit Hauptsitz in Lingen und zahlreichen anderen deutschen Standorten, heißt es seitens des Lingener Unternehmens. Engie beschäftigt bundesweit rund 550 Mitarbeiter, davon mehr als 200 am Deutschland-Sitz in Lingen — viele davon Spezialisten in Bereichen wie Geophysik, Geologie, Petrophysik und Lagerstättentechnik, aber auch Bohr-, Komplettierungs- und Fördertechnik. Die Tätigkeitsfelder erstrecken sich von der Geologie über die betrieblichen Aktivitäten bis hin zur Vermarktung von Erdgas und Erdöl. Zum ersten Januar dieses Jahres hatte Engie in Lingen mit Arno Spies einen neuen Geschäftsführer bekommen. Engie ist ein international tätiger Energieversorgungskonzern mit Sitz in Frankreich. Bis 2015 firmierte Engie unter GDF Suez-Gruppe, hervorgegangen aus der Fusion des Gasversorgers Gaz de France (GDF) und des Mischkonzerns Suez im Juli 2008.

„Ausgewogener Mix aus Öl und Gas“

Mit der Transaktion werde Neptune zu einem international unabhängigen Unternehmen in Sachen Förderung und Produktion (E&P) fossiler Energieträger in der Nordsee, in Nordafrika und Südostasien. 2017 förderte das Unternehmen nach eigenen Angaben täglich rund 154000 Barrel Öläquivalent. Dank des Erwerbs verfüge Neptune nun weltweit über langlebige Vermögenswerte mit niedrigen Betriebskosten in der gesamten E&P-Wertschöpfungskette und mit einem ausgewogenen Mix aus Öl und Gas, so Neptune in einer Pressemitteilung.

Strategische Investoren

Ziel Neptunes sei es, innerhalb der nächsten fünf Jahre zu einem international führenden und unabhängigen E&P-Unternehmen aufzusteigen. Mit im Boot sind nach Angaben von Neptune auch als strategische Investoren milliardenschwere Investmentfonds und Beteiligungsgesellschaften wie die China Investment Corporation (CIC), die Carlyle Group aus den USA und CVC.