Nachhaltigkeit Stadt Lingen sucht Vorschläge für Umweltpreis

Von Sven Lampe

Würdige Preisträger sucht jetzt die Stadt Lingen für ihren alls drei Jahre ausgelobten Umweltpreis. Auf dem Bild die Preisträger des Jahres 2015. Foto: Archiv/Burkhard MüllerWürdige Preisträger sucht jetzt die Stadt Lingen für ihren alls drei Jahre ausgelobten Umweltpreis. Auf dem Bild die Preisträger des Jahres 2015. Foto: Archiv/Burkhard Müller

Lingen. Die Stadt Lingen möchte 2018 zum 18. Mal den von ihr ausgelobten Umweltpreis verleihen. Vorgeschlagen werden kann jeder, erstmals können auch Unternehmen nominiert werden. Das hat der städtische Umweltausschuss jetzt einstimmig dem Rat zur Entscheidung vorgeschlagen.

Nach dem einhelligen Willen des Ausschusses soll in Kürze ein allgemeiner Aufruf gestartet werden, bis zum 15. April 2018 Vorschläge für würdige Preisträger im Sinne der Richtlinien des Preises einzureichen. Vergeben wird der 1986 erstmals ausgelobte Preis in einem dreijährigen Turnus abwechselnd mit dem Kultur- und Bürgerpreis. Im Haushalt sind für den Preis 1500 Euro eingeplant. Nach dem Wunsch des Gremiums soll der Preis für Unternehmen geöffnet werden und auch in Richtung Nachhaltigkeit ausgerichtet werden.

2006 gab es keine Bewerber

Der bislang letzte Umweltpreis ging 2015 zweigeteilt an Claus Alfes und die Jugendherberge in Lingen. Alfes wurde ausgezeichnet für seine langjährigen Verdienste zum Schutz der Umwelt. Die Jugendherberge erhielt die Auszeichnung für ihr Engagement bei der nachhaltigen Bewirtschaftung und ihr Umweltbildungsangebot. 2006 war der Preis mangels Bewerbungen nicht verliehen worden.

Saumstreifen in Wachendorf

Ebenfalls einstimmig sprach sich der Umweltausschuss für die Umsetzung eines Hotspot-Projektes „Wege zur Vielfalt – Lebensadern auf Sand“ aus. Als letzte beiden Maßnahmen des im kommenden Jahr auslaufenden Projektes sollen zwei Saumstreifen an der Ems in Wachendorf angelegt werden. Die Saumstreifen sollen eine Lebensgrundlage für heimische Tier- und Pflanzenarten bieten. Die Stadt rechnet mit Gesamtkosten in Höhe von 3000 Euro, von denen sie zehn Prozent übernehmen müsste.

Zwölf Jahre

Die Folgekosten liegen den Angaben der Verwaltung zufolge bei jährlich 150 bis 200 Euro – im wesentlichen für die Mahd der Flächen. Den Förderbedingungen zufolge müssen die Hotspotprojekte für mindestens zwölf Jahre erhalten werden.

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