Bildungsmesse in Hannover Friedensschule Lingen stellt sich auf Didacta 2018 vor

Von Thomas Pertz

Die Friedensschule in Lingen stellt ihre Arbeit auf der Bildungsmesse Didacta vor. Einzelheiten erläuterten (von links): Sandra Sollmann, Leiterin des Fachbereiches Schule der Stadt Lingen, Schulsozialarbeiterin Sandra Jarawka sowie vom Kollegium Benjamin Hinzkowski, Maren Brinkwerth, Jan Zevenhuizen, Tomke Lüttel und Schulleiterin Ulla Maaß-Brüggemann. Foto: Thomas PertzDie Friedensschule in Lingen stellt ihre Arbeit auf der Bildungsmesse Didacta vor. Einzelheiten erläuterten (von links): Sandra Sollmann, Leiterin des Fachbereiches Schule der Stadt Lingen, Schulsozialarbeiterin Sandra Jarawka sowie vom Kollegium Benjamin Hinzkowski, Maren Brinkwerth, Jan Zevenhuizen, Tomke Lüttel und Schulleiterin Ulla Maaß-Brüggemann. Foto: Thomas Pertz

Lingen. Die Friedensschule in Lingen wird sich und ihre beiden Schulformen Haupt- und Realschule auf der Didacta 2018 in Hannover präsentieren. Dazu ist sie vom Kultusministerium des Landes ausgesucht worden, das auf Europas größter Bildungsmesse mit einem eigenen Stand vertreten ist.

Mehr als 700 Aussteller aus mehr als 30 Ländern stellen vom 20. bis 24. Februar auf der Didacta die Themenfelder „Frühe Bildung“, „Schule/ Hochschule“ und „Berufliche Bildung/Qualifizierung“ vor. Die Didacta befasse sich mit den Zukunftsfragen des Lehrens und Lernens, teilte Niedersachsens Kultusminister Grant Hendrik Tonne in einem Leitfaden zur Beschreibung der Bildungsakteure auf dem Messestand mit. Dort würden, so der Minister, unterschiedliche Schulformen in Niedersachsen aufzeigen, wie die Themen Ganztagsschule, inklusive Schule sowie Chancen und Möglichkeiten der beruflichen Bildung in die Praxis umgesetzt würden.

„Das machen wir“

„Oh weh“, fasste Ulla Maaß-Brüggemann ihren ersten Gedanken in Worte, als das Sekretariat vor einigen Wochen einen Telefonanruf aus dem Kultusministerium zur Leiterin der Friedensschule durchstellen wollte. Ein Anruf aus dem Ministerium sei schließlich extrem selten. Umso größer war dann die Freude, als sie gefragt wurde, ob die Friedensschule auf der Didacta ihren Haupt- und Realschulzweig vorstellen wolle. „Wir haben sofort gesagt: Das machen wir“, berichtete die Leiterin in einem Pressegespräch.

Durchlässiges Schulsystem

751 Jungen und Mädchen besuchen derzeit die Schule, ein Drittel verteilt sich auf die Hauptschule, zwei Drittel auf die Realschule. Das System ist sehr durchlässig, wie Lehrer Benjamin Hinzkowski betonte. So durchlässig, dass der Förderbedarf eines Schülers zum Beispiel im Laufe der Zeit komplett weggefallen sei, beschrieb der Pädagoge Erfolge der Inklusion an der Schule.

Was ist für das einzelne Kind das Richtige; jeder hat Schwächen und Stärken: So beschreiben Konrektorin Tomke Lüttel und Zweiter Konrektor Jan Zevenhuizen von der Schulleitung die Herangehensweise. Der Schullalltag an der Kiesbergstraße, der nicht nur Lern-, sondern auch Lebensort ist, gestaltet sich den Worten de Kollegiums zufolge sehr vielfältig: Offene Nachmittagsangebote bis 16.15 Uhr, verschiedene Präventionsangebote zur Stärkung der Persönlichkeit und eine umfassende berufliche Vorbereitung über verschiedene Schülerfirmen und Kooperationen mit Betrieben und Berufsschulen sind Beispiele, die die Schule auf der Didacta präsentiert.

Schüler übernehmen Verantwortung

„Wichtig ist uns dabei auch, dass die Schüler selbst Verantwortung übernehmen“, sagte Maaß-Brüggemann. Ein Beispiel sei das Lerncoaching von Schülern aus der neunten oder zehnten Klasse für Jüngere in Form einer 1:1-Betreuung. Die Älteren übernehmen außerdem im Gebäude Aufsichten und sorgen dafür, dass sich in den Pausen keiner da aufhält, wo er oder sie nichts zu suchen hat. Eine „gute Schule“ sei man erst dann, wenn jeder dazu seinen Beitrag leiste.

Ihr breit gefächertes Angebot werden Vertreter der Friedensschule auf der Didacta vorstellen. „Darauf kann die Schule stolz sein“, unterstrich Sandra Sollmann vom Fachbereich Schule der Stadt Lingen. Die Teilnahme sei „Wertschätzung und Ansporn zugleich“, meinte Zweiter Konrektor Zevenhuizen.

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