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12.02.2018, 18:46 Uhr KOMMENTAR

Gleichstellungsbüro: Nur geladene Gäste beim Festakt in Lingen

Kommentar von Caroline Theiling-Brauhardt

Ein Tanzflashmob zur Aktion „One Billion Rising“ für ein Ende der Gewalt gegen Frauen gehört zu den Dingen, die vom Gleichstellungsbüro mitorganisiert werden. Foto: Johanna LügermannEin Tanzflashmob zur Aktion „One Billion Rising“ für ein Ende der Gewalt gegen Frauen gehört zu den Dingen, die vom Gleichstellungsbüro mitorganisiert werden. Foto: Johanna Lügermann

Lingen. Ein Jubiläum ist immer ein Grund zum Feiern – so auch das 25-jährige Bestehen des Lingener Gleichstellungsbüros. Das Kabarett mit den „Trockenblumen“ war offen für alle, der anschließende Festakt nur für geladene Gäste.

Der Festakt begann mit einem Theaterstück am Sonntagmorgen, an dem rund 400 Besucher teilnahmen. Doch für diese endete er nach rund zwei Stunden Unterhaltung, während für die Stadtoberen plus geladener Gäste im abgesperrten Teil des Foyers Getränke wie Sekt und andere kulinarische Häppchen serviert wurden. Das „gemeine“ Volk wurde quasi herauskomplimentiert.

Nicht gewollt?

Während alljährlich Anfang Januar beim Bürgerempfang der Stadt in Halle IV rund 1000 Gäste eingeladen sind, den Worten des Oberbürgermeisters bei dem einen oder anderen Sekt oder anderem Getränk zu lauschen, war es bei dieser einzelnen Jubiläumsveranstaltung offenbar nicht gewollt, auch die interessierten Besucher an dem kompletten Akt teilhaben zu lassen.

Es sollte ein Dank sein an die vielen Ehrenamtlichen, die ihre Zeit in den Dienst der Gleichstellung investiert haben, doch wurde dieses am Ende des Theaterstücks nicht so mitgeteilt.

So fühlten sich die „Nichtgeladenen“ abgewertet. Sicher wären nicht alle an diesem Sonntag im Anschluss an das Theaterstück da geblieben, aber von Gleichstellung und Wertschätzung zeugt dieses Verhalten nicht.

Peinlich

Der Dank an die Ehrenamtlichen ist sicher berechtigt. Wenn man dafür unter sich bleiben wollte, wäre es besser gewesen, anschließend in einer anderen Lokalität zu feiern. So wie es jetzt abgelaufen ist, war es nur peinlich.


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