An zwei Abenden Frauen von Maria Königin Lingen feiern „himmlisch jeck“

Der Frauenkarneval der KFD Maria Königin stand unter dem Motto: „Himmlisch jeck“. Foto: KFD Maria KöniginDer Frauenkarneval der KFD Maria Königin stand unter dem Motto: „Himmlisch jeck“. Foto: KFD Maria Königin

Lingen. An zwei Abenden haben 14 Frauen der Karnevalsgruppe der KFD Maria Königin aus Lingen jetzt den Besuchern ein nach eigenen Angaben grandioses Programm geboten.

Unter dem Motto „MK – himmlisch jeck“ führten Karl und Karl, bekannt als Klorollentester aus dem vergangenen Jahr, mit Ukulele und Gesang musikalisch durchs Programm. Der Erlös der Veranstaltungen wird für soziale Zwecke gespendet. 2018 werden das Projekt „Mutter-Kind-Haus“ des SKF in Baccum und die Anschaffung neuer Messdienergewänder unterstützt.

Wir tun es nicht für Geld, wir tun es nur für Manna

Tradition ist zu Beginn der Auftritt von Frieda und Anneliese mit verschiedenen Anekdoten aus der Gemeinde. Mit ihrem Ehrenamtssong animierten sie das Publikum zum Mitsingen: „Hallo, hallo, wir gehören zu MK, hochmotiviert und ehrenamtlich samma. Wir tun es nicht für Geld, wir tun es nur für Manna. Ooh, Hosianna!“ Eine pantomimische Glanzleistung brachten die unterschiedlichsten Besucher eines Kinofilms. Mia aus Altenlingen berichtete von ihrem Gehwägelchen-Orientierungslauf, der für ihre Freundin Käthe immer auf dem Friedhof endete, da ihr Navi ansagte: „Sie haben ihr Ziel erreicht.“ Penetrantes Klingeln des Telefons brachte weder den Pastor noch sein Team aus der Ruhe. Egal ob der Anruf aus Osnabrück oder vom Papst kam. Sie sangen: „Geh du mal ran, ran, geh du mal ran.“ Erst als sie die Lottozentrale vermuteten, stürzten sich alle auf das Telefon. Fünf Frauen klagten in ihrem Liedvortrag über Cellulite: „Warum ist Gott so gemein, er schuf uns mit Dellen an Popo und Bein.“ Zwei geplagte Ehefrauen lamentierten über ihre Ehemänner. Nachdem sie sich ihnen in ihrer neuen Reizwäsche präsentierten, kam von dort nur der Kommentar: „Morgen hast du’s wieder mit der Blase.“

Dank an alle Akteure

Der Virus Vivaldi, der ganz entzückend in einer Nebenhöhle wohnte, hatte sich extra schick gemacht. Er war eine Grippe im Anzug, aber niemand wollte ihn haben. Das erhoffte Hörgerät, was sich in jedem dritten Überraschungsei befinden sollte, konnte das 104-jährige Fräulein Laumann nicht ergattern. Mit ihrem neuen Hobby verzauberte Frau Beppo mit ihrem Medium Frau Rott das Publikum. Nachdem sie Frau Rott trotz ihrer großen Höhenangst schweben ließ, tobte der Saal vor Begeisterung. Das letzte Wort hatte Emma, die mit ihren Enkelinnen Schantalle und Zementa auf einem „Justin Otter“ Konzert war. Sie wollte den jugendlichen Fans in nichts nachstehen, zog ihren Sloggi Long Long aus, lies ihn dreimal überm Kopf kreisen und schleuderte ihn mit Schwung auf die Bühne. Mit einem Showtanz fegten die Tänzerinnen zum Ende nochmals über die Bühne. Sabine Röhlmann vom Vorstand der KFD bedankte sich bei allen Akteuren vor und hinter der Bühne für das Programm.