„Lebensqualität verbessern“ CDU-Arbeitsgruppe zur B-213-Verlegung in Lohne

Die Südumgehung in Lohne im Zuge der B 213 wird seit vielen Jahren von der Gemeinde Wietmarschen gefordert, um die Siedlung Rükel und den Bereich Südlohne besser an den Ort anzubinden. Foto: Ludger JungeblutDie Südumgehung in Lohne im Zuge der B 213 wird seit vielen Jahren von der Gemeinde Wietmarschen gefordert, um die Siedlung Rükel und den Bereich Südlohne besser an den Ort anzubinden. Foto: Ludger Jungeblut

Wietmarschen. Vor einigen Tagen hat die „Arbeitsgruppe B 213“ der CDU Lohne zur möglichen Verlegung der Bundesstraße 213 ihre Arbeit aufgenommen. Das haben die Christdemokraten mitgeteilt.

Die Schaffung der Arbeitsgruppe habe der CDU-Ortsvorstand 2017 beschlossen. „Mit der Arbeitsgruppe werden wir die mögliche Verlegung der Bundesstraße bestmöglich begleiten. Wir wollen die Chance nutzen, um die Verkehrssicherheit und Lebensqualität im südlichen Teil des Ortsteils deutlich zu verbessern und Entwicklungschancen zu schaffen“, betont der Ortsvorsitzende Dieter Nüsse.

Mit dem Nordlohner Dennis Midden sei ein Fachmann für den Straßen- und Brückenbau Teil der Arbeitsgruppe. Walburga Stevens und Ludger Welling sollen die Interessen der Lohner Familien sowie der gewerblichen und landwirtschaftlichen Betriebe einbringen. Kerstin Börner habe die Anliegen des Rükels im Blick. Der aus Südlohne stammende Heinz Möddel übernehme den Vorsitz, Stellvertreter sei Dennis Midden. Ferner seien Dieter Nüsse als Vorsitzender im Planungsausschuss, Landesfinanzminister Reinhold Hilbers als Vorsitzender der CDU-Kreistagsfraktion sowie Monika Wassermann als stellvertretende Bürgermeisterin beratende Mitglieder. Gleiches gelte für Manfred Wellen als Bürgermeister.

„Lebensqualität verbessern“

Für Nüsse ist die Marschrichtung klar: „Wir wollen die Lebensqualität südlich der Lohner Straße deutlich verbessern, den Baierort entlasten und Rükel sowie Südlohne verkehrssicher und damit kreuzungsfrei an den Ortskern anbinden.“ Das seien langjährige Ziele der CDU. Um dies zu erreichen, werde man eng mit dem Landkreis und der Gemeinde zusammenarbeiten.

Beteiligung, wenn Pläne vorliegen

Für die Planung ist indes die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr im Geschäftsbereich Lingen zuständig. Diese ist nach CDU-Angaben noch nicht in die Planungen eingestiegen. Das solle sich jedoch – je nach Haushaltslage des Landes Niedersachsen – in den kommenden Jahren ändern. Wenn es konkrete Planungen gebe, würden die Bürger frühzeitig und angemessen eingebunden, sicherte Möddel zu.

Maßnahme im Bundesverkehrswegeplan

Der Bund halte seit 2016 eine Verlegung der Bundesstraße 213 in Lohne für vordringlich. Die Verlegung solle daher im Rahmen des Bundesverkehrswegeplans bis 2030 erfolgen. Hintergrund seien Verkehrsprognosen, die einen Anstieg der KFZ auf 24.000 und der Lkw auf 6000 Fahrzeuge je Werktag erwarten lassen. Der Bund sei bereit, die Maßnahme zu finanzieren, um den Verkehrsfluss zu verbessern und so unter anderem die Reisezeit zu verkürzen und die Abgasemissionen zu reduzieren. An der „kleinen Lösung“ in Lohne hatte es in der Gemeinde Kritik gegeben.