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09.02.2018, 17:30 Uhr

Holthausen-Biene: Ohne Nahversorgung nur Kosmetik

Kommentar von Thomas Pertz

Offen ist die Zukunft des Markant-Marktes in Holthausen-Biene. Foto: Julia MauschOffen ist die Zukunft des Markant-Marktes in Holthausen-Biene. Foto: Julia Mausch

Lingen. Gerade erst hat sich der Lingener Ortsteil Holthausen-Biene weiter optisch in Form gebracht. Ohne funktionierende Nahversorgung wäre das aber alles nur Kosmetik, meint der Kommentator.

Die Schließung des Markant-Marktes in Holthausen-Biene zum Ende des Monats ist für den Lingener Ortsteil unter dem Gesichtspunkt der Nahversorgung eine Katastrophe – wenn es bei dieser Schließung bleibt. Das ist aber keineswegs ausgemacht. Die Bünting-Gruppe, zu der Markant gehört, kann kein Interesse daran haben, den Standort „Am Treffpunkt“ aufzugeben und das Geschäft der Konkurrenz zu überlassen – ob sie nun Edeka oder anders heißt. Der einzige Lebensmittler in Holthausen-Biene mit über 3300 Einwohnern muss nämlich nicht auf Kundensuche gehen. Das gilt insbesondere für Menschen ohne Pkw, für die die Angebote in der Ortsmitte die einzige Einkaufsmöglichkeit bieten. Der nächste Lebensmittelmarkt an der Meppener Straße ist ein paar Kilometer entfernt.

Investitionen im Geschäft von Markant sind allerdings überfällig. Dass der aktuelle Betreiber Björn Dohle eine Finanzierung dieser Maßnahme nicht unter der Flagge von Markant stemmen wollte, ist verständlich, denn alle anderen Geschäfte von ihm in der Region laufen unter Edeka.

Fazit: Schwarzmalerei bringt nichts, einen Grund zur Entwarnung gibt es allerdings auch nicht. Das Dorf hat in den letzten Jahren bereits die Drogerie, den Raiffeisenmarkt und den Kiosk verloren. Deshalb sollte Bünting bald „liefern“. Gerade erst hat sich der Ortsteil weiter optisch in Form gebracht. Ohne funktionierende Nahversorgung wäre das aber alles nur Kosmetik.


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