Frauen laden ein Weltgebetstag in der St. Marien-Kirche Lingen-Biene

Von Johannes Franke

23 Frauen aus elf Kirchengemeinden trafen sich im „Marientreff“ Biene, um den Weltgebetstag vorzubereiten. Bärbel Grote (links) berichtet über das südamerikanische Surinam und bereitete mit den Frauen den Gottesdienst am Freitag, 2. März um 19 Uhr, in der St.Marien-Kirche Biene vor. Foto: Johannes Franke23 Frauen aus elf Kirchengemeinden trafen sich im „Marientreff“ Biene, um den Weltgebetstag vorzubereiten. Bärbel Grote (links) berichtet über das südamerikanische Surinam und bereitete mit den Frauen den Gottesdienst am Freitag, 2. März um 19 Uhr, in der St.Marien-Kirche Biene vor. Foto: Johannes Franke

Lingen. In der St. Marien-Kirche Biene wird der Weltgebetstag 2018 am Freitag, 2. März, um 19 Uhr gefeiert. Er steht unter dem Motto: „Gottes Schöpfung ist sehr gut“, und wurde inhaltlich von den Frauen aus Surinam vorbereitet.

Im Gemeindehaus „Marientreff“ haben sich 23 Frauen aus elf Kirchengemeinden getroffen, um den Weltgebetstag vorzubereiten. Bärbel Grote von der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschland (KFD) begrüßte Mitglieder aus den Kirchengemeinden der evangelisch-lutherischen Johannes-, Kreuzkirchen- und Trinitatisgemeinde, der evangelisch-reformierten Gemeinde, der katholischen Kirchengemeinden St. Alexander, St. Bonifatius, St. Gertrudis, St. Josef, St. Marien, Maria-Königin und Christ-König.

Zusammenleben ist zunehmend gefährdet

Das Titelbild zum Weltgebetstag aus Surinam zeigt die Schönheit und den Reichtum des Landes. Die Künstlerin schreibt: „Es ist wunderbar, den Sonnenaufgang zu beobachten und den Flug der Vögel. Welch‘ kostbares Geschenk! Lasst es uns bewahren, so schön, wie wir es erhalten haben.“ Diese Natur zu bewahren, ist eine große Herausforderung, da Surinam mit schweren Umweltproblemen zu kämpfen hat. Das kleinste Land in Südamerika ist so selten in den Schlagzeilen, dass viele Menschen es gar nicht kennen. Mit 540.000 Einwohnern auf einer Fläche weniger als halb so groß wie Deutschland, vereint das Land afrikanische, niederländische, kreolische, indische, chinesische und javanische Einflüsse. Surinam ist ein wahrer ethnischer, religiöser und kultureller Schmelztiegel. Das traditionelle harmonische Zusammenleben ist zunehmend gefährdet. Die Wirtschaft des Landes ist extrem abhängig vom Export der Rohstoffe Gold, Öl und Bauxit. Schwankende Weltmarktpreise treffen den surinamischen Haushalt empfindlich und wirken sich negativ auf das Sozialsystem aus. Der massive Rohstoffabbau zerstört die einzigartige Natur. Der Politik mangelt es an Alternativen, sodass die Gesellschaft aus den Fugen gerät. In den Familien nimmt die Gewalt vor allem gegen Frauen und Mädchen zu.

Surinams Frauen verbunden fühlen

Im Gottesdienst erzählen Frauen unterschiedlicher Ethnien aus ihrem Alltag. Die Kirchengemeinden und Gottesdienstbesucher fühlen sich mit Gebeten, Liedern und einer Kollekte Surinams Frauen verbunden. Dazu laden sie herzlich am Weltgebetstag in die St. Marienkirche Biene ein.