Straßensanierungen im Emsland Dohrens Bürgermeister: Fühlen uns vernachlässigt

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Dohrens Bürgermeister Johannes Dieker hat Kritik daran geübt, dass sich die Gemeinde Dohren nicht mit einem konkreten Projekt im Kreisstraßenbauprogramm 2018 wiederfindet. Foto: Jan Woitas/dpaDohrens Bürgermeister Johannes Dieker hat Kritik daran geübt, dass sich die Gemeinde Dohren nicht mit einem konkreten Projekt im Kreisstraßenbauprogramm 2018 wiederfindet. Foto: Jan Woitas/dpa

Meppen. Dohrens Bürgermeister Johannes Dieker hat Kritik daran geübt, dass sich die Gemeinde nicht mit einem konkreten Projekt im Kreisstraßenbauprogramm 2018 wiederfindet.

„Wir fühlen uns vernachlässigt“, resümierte Dieker am Ende des Vortrages von Kreisbaurat Dirk Kopmeyer. Dieser hatte zuvor die einzelnen Maßnahmen mit einem Finanzierungsumfang von insgesamt 11,6 Millionen Euro vorgestellt. Die Eigenmittel umfassen 8,6 Millionen Euro. Weitere Mittel fließen auf der Basis des Niedersächsischen Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetzes. Größtes Einzelprojekt ist, wie berichtet, der Neubau der Flutmuldenbrücke Versen.

Dieker bedauerte, dass keine Straße zwecks Sanierung aus Dohren dabei sei. Auf Anfrage der Redaktion nannte er nach der Sitzung als Beispiele die Grafelder Straße, Moorstraße und Andruper Straße. Baudezernent Kopmeyer äußerte Verständnis für Dieker, verwies aber auf die Notwendigkeit, letztlich eine Auswahl bei den Maßnahmen treffen zu müssen. Mehr sei derzeit nicht zu leisten. Ähnlich äußerte sich auch Landrat Reinhard Winter.

Marode Landesstraßen

Auf den schlechten Zustand von Landesstraßen im Emsland wies Sögels Samtgemeindebürgermeister Günter Wigbers (CDU) hin. „Wir brauchen erhebliche Investitionen in diesem Bereich“, forderte Wigbers. Er lud zu einer Konferenz der Bürgermeister am 11. April in Papenburg ein. Eingeladen sei auch Wirtschaftsminister Bernd Althusmann (CDU). Dieser ist zuständig für Arbeit, Verkehr und Digitalisierung. Landrat Reinhard Winter begrüßte die Initiative. In den vergangenen Jahren habe das Land nur zurückhaltend in diesem Bereich investiert. „Jetzt sind viele Landesstraßen kaputt“, sagte Winter. Die nun im Landeshaushalt eingeplanten 150 Millionen Euro für Sanierungsmaßnahmen seien möglicherweise „nur ein Tropfen auf dem heißen Stein.“


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