Ein Bild von Julia Mausch
06.02.2018, 18:29 Uhr MEINUNG

Schön ist, wer sich in seiner Haut wohlfühlt

Kommentar von Julia Mausch

Nadine Rüther aus Lingen  hat es geschafft, Bodybuilderin zu werden. Symbolfoto: dpaNadine Rüther aus Lingen hat es geschafft, Bodybuilderin zu werden. Symbolfoto: dpa

Lingen. Nadine Rüther hat es geschafft, Bodybuilderin zu werden. Als sie ein Foto von sich von der Deutschen Meisterschaft auf Facebook postete, erntete sie einen Shitstorm. User kritisierten und beleidigten ihr Aussehen. Mit welchem Recht? Mit gar keinem.

Die einen mögen Tattoos, die anderen nicht. Doch mittlerweile sind schwarz-bunte Hände, Arme oder Dekolletés gesellschaftlich akzeptiert – selbst Polizisten dürfen sie tragen. Muskelmassen dagegen werden kritisiert, vor allem wenn Frauen sie tragen. Sie gelten nicht als schön. Aber wer definiert denn eigentlich, was weiblich oder schön ist? Die Antwort ist: man selbst. Schön ist, wer sich selbst in seiner Haut wohlfühlt und das auch ausstrahlt.

Es ist legitim, dass dieses Schönheitsideal nicht jedem gefällt und man kann das auch äußern, aber in einem vernünftigen Ton. Ansonsten gilt das Sprichwort: Reden ist Silber, schweigen ist Gold.


Der Artikel zum Kommentar