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06.02.2018, 17:19 Uhr MÜNDIGE BÜRGER

Schüler dürfen Probleme an den BBS Lingen offen ansprechen

Kommentar von Wilfried Roggendorf

Rund 3000 Schüler werden am Standort Beckstraße der BBS Lingen unterrichtet. Knapp zehn Prozent davon haben einen Migrationshintergrund. Foto: Felix ReisRund 3000 Schüler werden am Standort Beckstraße der BBS Lingen unterrichtet. Knapp zehn Prozent davon haben einen Migrationshintergrund. Foto: Felix Reis

Lingen. Dass Schüler der Berufsbildenden Schulen Agrar und Soziales in Lingen vorhandene Probleme wie unterschwelligen Rassismus an ihrer Schule offen ansprechen dürfen, trägt dazu bei, dass sie zu mündigen Bürgern werden, meint unser Kommentator.

Gefahren zu erkennen, ist der erste Schritt, um ihnen begegnen zu können. Diesen Schritt haben die Schüler der Berufsbildenden Schulen (BBS) Agrar und Soziales in Lingen bei ihrem Projekt „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ bereits gemacht. Ohne zu dramatisieren, erklären sie offen, dass es auch in ihrer Schulgemeinschaft Vorurteile und unterschwelligen Rassismus gibt. Die BBS sind keine Insel der Glückseligkeit, sondern ein Spiegel der Gesellschaft.

Den Schülern, die sich mit ihrem Projekt gegen Rassismus und Diskriminierung wenden, ist dieses teils auch in ihrer Freizeit gezeigte Engagement hoch anzurechnen. Dies gilt aber auch für die Schulleitung, die nichts beschönigt, sondern es zulässt, dass die Schüler vorhandene Probleme auch offen und öffentlich ansprechen. Dies trägt zum Ziel einer jeden Schule, junge Menschen zu politisch mündigen Bürgern auszubilden, wesentlich bei.


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