„Wertvoller Baustein“ CDU-Kreisverband Lingen für Fortführung der Förderschulen

Die Hermann-Gmeiner-Schule in Emsbüren. Foto: Ludger JungeblutDie Hermann-Gmeiner-Schule in Emsbüren. Foto: Ludger Jungeblut

Lingen. Der CDU-Kreisverband Lingen hat sich in einer Sitzung des Kreisvorstandes für die Fortführung der Förderschulen Hermann-Gmeiner-Schule (Emsbüren), Paul-Moor-Schule (Freren) und Pestalozzischule (Lingen) ausgesprochen.

In der Sitzung hatte die anstehende Änderung des niedersächsischen Schulgesetzes auf der Tagesordnung gestanden. Der Landtagsabgeordnete und kommissarische CDU-Kreisvorsitzende Christian Fühner berichtete über die erste Beratung des Gesetzesentwurfs im Landtag und das weitere Verfahren. Mit dem Gesetzesentwurf soll der Mitteilung zufolge die Einschulung in die 5. Klasse der Förderschule Lernen für das kommende Schuljahr wieder möglich sein. Zudem sieht das Gesetz vor, die Laufzeit der Förderschulen bis zum Schuljahr 2027/2028 zu verlängern. Fühner zeigte sich davon überzeugt, dass die Fortführung der Förderschule Lernen den Elternwillen stärke und so das Kindeswohl im Fokus stehe.

„Inklusion mit Augenmaß“

Der Vorsitzende des CDU-Samtgemeindeverbandes Freren, Reinhard Schröder, sprach sich in der Diskussion dafür aus, dass die drei Förderschulen im Altkreis Lingen die Möglichkeit nutzen und eine Fortführung kurzfristig nach der Verabschiedung des Gesetzes beantragt werden sollte: „Die Schulen leisten tolle Arbeit und fördern individuell. Die Schulen sind ein wertvoller Baustein unserer Bildungslandschaft.“ Das sah der Mitteilung zufolge auch der Vorsitzende der CDU Emsbüren, Matthias Stein, so: „Inklusion mit Vernunft und Augenmaß sind bei uns im Emsland von hoher politischer Bedeutung, dies wollen wir gerne fortführen.“

Ein weiterer wichtiger Punkt der Gesetzesnovelle sei die Möglichkeit der flexibleren Einschulung, um dem individuellen Entwicklungsstand des Kindes mehr Rechnung zu tragen, heißt es in der Mitteilung des CDU-Kreisverbandes. Mit einem Einschulungskorridor vom 1. Juli bis zum 30. September hätten die Eltern bald mehr Möglichkeiten, zu entscheiden, ob ihr Kind schon kurz vor oder kurz nach Vollendung des sechsten Lebensjahres in die Schule komme oder noch ein Jahr zu Hause beziehungsweise im Kindergarten bleibe, so Fühner.

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