Klagefrist abgelaufen Vier verkaufsoffene Sonntage in Lingen sind gesichert

Von Thomas Pertz

Viele Spielmöglichkeiten hatten die Kinder bei der Eröffnung des Emsauenparks im August 2016. Vergleichbares soll es auch am 18. März in der Innenstadt geben. Foto Jessica LehbrinkViele Spielmöglichkeiten hatten die Kinder bei der Eröffnung des Emsauenparks im August 2016. Vergleichbares soll es auch am 18. März in der Innenstadt geben. Foto Jessica Lehbrink

Lingen. Die vier von der Stadt Lingen im Jahr 2018 geplanten verkaufsoffenen Sonntage können stattfinden. Die Frist für mögliche Klagen dagegen ist Ende Januar abgelaufen.

Dies erklärte die Geschäftsführerin von Lingen Wirtschaft und Tourismus (LWT), Gesche Hagemeier, am Montag auf Anfrage unserer Redaktion. Die Stadt Lingen hatte am 28. Dezember 2017 in Form einer „Öffentlichen Bekanntmachung“ auf die vier geplanten Sonntage am 18. März, 6. Mai, 16. September und 7. Oktober hingewiesen. Gegen diese Verfügung war innerhalb eines Monats eine Klage beim Verwaltungsgericht Osnabrück möglich. Die Frist ist am 29. Januar abgelaufen.

Gerichtsverfahren um verkaufsoffenen Sonntag

In der Vergangenheit hatte es häufiger gerichtliche Auseinandersetzungen in dieser Frage zwischen der Stadt und der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi gegeben. Zuletzt war dies der Fall, als es um den verkaufsoffenen Sonntag am 17. September 2017 während des Lingener Altstadtfestes ging. Damals hatte das Oberverwaltungsgericht in Lüneburg die sofortige Vollziehbarkeit des Bescheides der Stadt zur Durchführung des verkaufsoffenen Sonntages wieder hergestellt. Das Verwaltungsgericht Osnabrück hatte zuvor anders entschieden.

Erleichterung beim LWT

„Wir sind natürlich sehr erleichtert, dass es keine Einsprüche gegeben hat, denn nun haben wir Planungssicherheit“, sagte Hagemeier am Montag im Gespräch mit unserer Zeitung. Dies gilt insbesondere für das bevorstehende „Lingener Frühlingserwachen“ am 18. März. Die drei anderen verkaufsoffenen Sonntage beziehen sich auf die Frühjahrs- und Herbstkirmes und auf das Altstadtfest im September.

„Es soll keine Kirmes sein“

„Stadt in Kinderhand“ heißt das Schwerpunktthema beim „Lingener Frühlingserwachen“. In der Innenstadt wird es dann den Angaben von Hagemeier zufolge eine Fülle von Spielangeboten für Jungen und Mädchen geben. „Es soll keine Kirmes sein“, unterstrich die LWT-Geschäftsführerin. Dafür gibt es viele Gelegenheiten für Kinder, sich selbst auszuprobieren. Hagemeier verwies in diesem Zusammenhang auf die Eröffnung des Emsauenparks im August 2016, der unter dem Motto „Park in Kinderhand“ zahlreiche große und vor allem kleine Besucher angelockt hatte.

Spieleangebote auch in den Geschäften?

Überlegt werde außerdem, ob zusätzlich neben den Speielangeboten auf dem Marktplatz und in der Fußgängerzone auch in den Geschäften selbst Spielmöglichkeiten geschaffen würden. Demnächst werde es Gespräche mit der Kaufmannschaft geben, kündigte Hagemeier an. Dazu gehört auch eine Sponsorensuche, denn die Spieleangebote sollen möglichst kostenlos angeboten werden.

Gäste in die Stadt locken

Wie auch immer die Details aussehen werden, äußerte sich die LWT-Geschäftsführerin überzeugt, dass die Veranstaltung „Stadt in Kinderland“ attraktiv genug ist, um viele Gäste in die Stadt zu locken. Das alleinige Umsatzinteresse des Einzelhandels reicht nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichtes für einen verkaufsoffenen Sonntag nämlich nicht aus. Darüber hinaus müsse ein Anlass da sein, um die beabsichtigte Ladenöffnung zu rechtfertigen. Ein solcher Anlass ist die Aktion „Stadt in Kinderhand“.

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