Zwei Messen, eine Halle So ist das erste Indoor-Street-Food-Festival in Lingen

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Lingen. Nach den Erfolgen der Street-Food-Festivals auf dem Lingener Marktplatz gibt es nun auch eine gleichartige Veranstaltung in den Emslandhallen. Trotz Schnee und Regen können Besucher dort im Warmen genüsslich schlemmen.

„Als der Winter kam, gab es kaum noch Veranstaltungen – und dann kam uns die Idee“, berichtet Stefan Altendeitering, einer der Organisatoren des ersten Indoor-Street-Food-Festivals in den Emslandhallen. Es ist etwa 12.30 Uhr am Samstag: Der Parkplatz ist bereits mit vielen Autos gefüllt. Wie viele noch kommen mögen, kann auch Altendeitering nicht einschätzen. „Wir erwarten aber mehrere tausend Besucher.“ Für einen Eintritt von 3Euro können sich Genießer umschauen und natürlich probieren.

Weitläufiges Gelände

Das Festival erstreckt sich über die größere der beiden Veranstaltungshallen und wirkt somit sehr weitläufig. Etwas verloren wirken die Besucher, die sich doch mittlerweile zu Hunderten tummeln. Von Nachteil scheint dies nicht zu sein, wie Besucher aus Emlichheim und Bad Bentheim bestätigen: Es sei ziemlich angenehm, so viel Platz zu haben, meinen sie. Gerüche von Gegrilltem und diversen Gewürzen locken auch sie und machen Appetit. Doch sammelt sich der „Dunst“ von allen Food-Trucks nach einer gewissen Zeit in einer nebligen Wolke – so recht will diese nicht durch die geöffneten Dachfenster abziehen.

Erstes Street-Food-Festival 2016 in Lingen

Mit dem Trend rund um die Essenskultur und der Food-Trucks sind die Lingener bereits vertraut. 2016 fand auf dem Marktplatz das erste Street-Food-Festival statt, das – aufgrund seines Erfolges – 2017 wiederholt wurde. Bislang war Altendeitering als Unterstützung am Stand seines Bruders mit dabei. Zusammen mit Gerd Stevens, Karen Musekamp und Christoph Sierp ergriff er nun selbst die Initiative.

6 Euro im Druchschnitt

Dass das Angebot des Indoor-Festivals, im Gegensatz zur Außenveranstaltung, nochmals erweitert wurde, ist deutlich ersichtlich. Jedoch fällt ebenso auf: Wer hier schlemmen und vor allem Allerlei probieren möchte, sollte bereit sein, einen gewissen Preis zu zahlen. 6 Euro kosten die Mahlzeiten im Durchschnitt.

Hoher Preis, gute Qualität

Vom Klassiker der Street-Food-Festivals – dem Burger – über verschieden gefüllte Teigfladen und kunstvolle Spieße bis hin zu Desserts: Der Besucher hat die Qual der Wahl. Insbesondere die Anbieter von Süßspeisen trumpfen mit neuen Trends auf. Zu ihnen zählt Robert Ackermann. Aus seinem Truck heraus verkauft er Marshmellows der besonderen Art: In ihnen befindet sich – umschlossen von einer Schokoladenhülle – eine Art Sorbet aus frischen Früchten. Dabei legt Ackermann großen Wert auf Qualität, er arbeite sogar mit einem Pâtissier zusammen. Das schlägt sich auch im Preis nieder: Für 6 Euro ist die Leckerei zu haben.

Viel Auswahl

Das Resümee von Besucher Jens aus Unna fällt entsprechend aus: „Mit einem Preis zwischen 6 und 8 Euro ist es hier recht teuer, wenn man viel probieren möchte.“ Dennoch gefallen ihm und seiner Begleiterin Mareen aus Uelsen das Ambiente, vor allem die Auswahl und die Möglichkeit, auch im Winter ein Street-Food-Festival erleben zu können.

Nach dem Schlemmen kommt die Gesundheit

Wen nach all dem Genuss das schlechte Gewissen plagt, kann sich direkt im Anschluss bei der Gesundheitsmesse in der benachbarten Halle informieren. Darauf, ob zwei Veranstaltungen miteinander konkurrieren, antwortet Altendeitering: „Die Gesundheitsmesse kommt uns nicht in die Quere – im Gegenteil. Vielleicht kommen sogar noch einige Besucher zu uns.“

Das Indoor-Street-Food-Festival in den Lingener Emslandhallen hat heute noch bis 20 Uhr geöffnet.


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