Viele „Spuren“ auch in Lingen Künstler Wolfgang Tautz malt in „seinem“ Lohne

Von Eva Maria Riedel

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Die verschiedensten Maltechniken gehen dem Kunstmaler Wolfgang Tautz flott von der Hand. Foto: Eva Maria RiedelDie verschiedensten Maltechniken gehen dem Kunstmaler Wolfgang Tautz flott von der Hand. Foto: Eva Maria Riedel

Wietmarschen. In Wietmarschen-Lohne lebt und wirkt der Kunstmaler Wolfgang Tautz. Sein Herz gehört den Künstlern aus der Musikszene, von denen er eine Vielzahl porträtiert hat – viele seiner Spuren finden sich jedoch in „seinem“ Lohne und auch in Lingen.

Lieferwagen fahren vorbei, Hausfrauen haben schon ihre Einkäufe in den Supermärkten erledigt. Radfahrer treten zielstrebig in die Pedale. Es herrscht reger Betrieb auf der Hauptstraße in Lohne. Und wer sucht, der findet. Was oder wen denn? Das Haus Nummer 47, in dem der bekannte Lohner Künstler Wolfgang Tautz lebt und arbeitet. Eine große Malpalette ist sein Hinweisschild.

„Sein Lohne“

Eine schmale Straße, fast eher ein Weg, führt direkt zu seinem Domizil, und die Hauptstraße, sie bleibt zurück. Die Ruhe ist wohltuend, der Blick über das weite Feld, ein wenig mit Schnee bedeckt, lässt das Auge wandern. Im Türbogen des Hauses steht Wolfgang Tautz und erzählt, dass er in diesem Haus schon einmal gewohnt hat, als Kind, und nun ist er sozusagen wieder heimgekehrt, was sofort deutlich macht: Wolfgang Tautz ist eng verwurzelt mit „seinem Lohne“, den Leuten und den Kindern, der Jugend. Dafür spricht auch sein vielseitiges soziales Engagement.

Lebenskünstler

Der mittlerweile 50 Jahre alte, in Nordhorn geborene Tautz darf als Lebenskünstler bezeichnet werden. Er sieht mit dem Auge und dem Herzen, hat einen intensiven Zugang zu den unterschiedlichsten Kunstarten und Schönheiten. Immer wieder macht er sich auf den Weg in die Natur, morgens oder abends, wenn es ganz still ist, erzählt er und stellt ein Glas mit getrockneten Kräutern zurück ins Regal. Die Natur ist für ihn ein Abenteuer, deren Schönheiten, ganz besonders dort, wo sie keiner vermutet, immer einen Weg in seine künstlerische Tätigkeit nehmen.

Gestaltet auch Bühnenbilder

Nun sollte aber nicht davon ausgegangen werden, dass der Kunstmaler Tautz ein Eigenbrötler ist, beileibe nicht. Er steht den Menschen, ganz besonders „seinen Lohnern“, sehr nahe und weiß deren Aktivitäten zu schätzen und zu fördern. Immer wieder begleitet er Lohner Projekte, sei es von Kindern oder Erwachsenen, gestaltet Bühnenbilder, malt Plakate oder Figuren in Lebensgröße. An Denkmaltagen, Erntedankfesten, überall sind Spuren des Kunstmalers Tautz zu entdecken. So auch bei der Dauerausstellung „Hollandgänger“ im Heimathaus Schepsdorf im nahen Lingener Ortsteil. Gemeinsam mit dem Musealogen Hannes Kiebler habe Tautz „die Ausstellung auf Vordermann“ gebracht, betonte Andreas Eiynck, Leiter des Lingener Emslandmuseums anlässlich der Wiedereröffnung.

Auftragsarbeiten

„Großen Respekt habe ich, wenn ich etwas restauriere. Da sind die Ansprüche an meine eigene Leistung schon eine Herausforderung, die ich unbedingt umsetzen will“, meint Tautz und denkt in diesem Zusammenhang an seinen Auftrag in dem Stiftsmuseum Wietmarschen, wo er Teile aus der Kirche, beschädigte Rahmen und Figuren aus- oder nachgebessert hat. Natürlich lebt auch Tautz nicht nur von Luft und Liebe. Er nimmt gerne Auftragsarbeiten entgegen und es gelingt ihm dank seines Könnens, zum Beispiel aus einem Foto ein realistisches Gemälde zu schaffen. Sein Pinselstrich ist so filigran, dass der Betrachter mitunter versucht ist, heimlich mit dem Finger über das Bild zu streichen, um sich zu vergewissern, dass es sich hier nicht um eine Fotografie, sondern wirklich um ein in Öl gemaltes Bild des Künstlers handelt.

Malt Porträts

Die Kunst der anderen, der Musiker und Sänger ganz besonders, fasziniert Tautz immer wieder. Mit großer Begeisterung macht er sich daran, von ihnen Porträts zu malen. Kein Wunder also, dass die Wände seiner Räume mit viel Prominenz bestückt sind, wie mit Kim Wilde, Heinz Rudolf Kunze, Wolfgang Niedecken, Sheryl Crow, Petty Smith etc. „Das Schöne daran ist natürlich auch, dass ich auf diese Weise sehr häufig mit den Künstlern persönlich in Kontakt komme, was mich bei meiner Malerei inspiriert.“ Es genüge nicht, allein die bloße Erscheinung auf das Papier zu bringen, sondern vielmehr die Persönlichkeit zu entdecken“, betont Tautz.

Interessante Ausstellung

In Lingen stieß Wolfgang Tautz mit seiner Ausstellung „Musicians Art“ mit 15 Star-Porträts im Theaterfoyer auf große Resonanz. Anlässlich der Aufführung von „Tabaluga“ in der Emslandarena präsentierte er Peter Maffey ein von ihm angefertigtes Konterfei, worüber sich Maffey sehr gefreut hat.


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