Filmdebüt von Gerrit Starczewski Centralkino Lingen zeigt „Pottoriginale–Roadmovie“

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Das Centralkino Lingen zeigt am Samstag, 27. Januar, um 20 Uhr -„Pottoriginale – Roadmovie“ von Gerrit Starczewski – der Regisseur und einige Schauspieler werden dabei sein dabei und im Anschluss an einem „Film-Talk“ teilnehmen. Foto: Tim Kramer | tremark-fotografie.deDas Centralkino Lingen zeigt am Samstag, 27. Januar, um 20 Uhr -„Pottoriginale – Roadmovie“ von Gerrit Starczewski – der Regisseur und einige Schauspieler werden dabei sein dabei und im Anschluss an einem „Film-Talk“ teilnehmen. Foto: Tim Kramer | tremark-fotografie.de

Lingen. Das Centralkino Lingen zeigt am Samstag, 27. Januar, um 20 Uhr -„Pottoriginale – Roadmovie“ von Gerrit Starczewski – der Regisseur und einige Schauspieler werden dabei sein dabei und im Anschluss an einem „Film-Talk“ teilnehmen.

„Pottoriginale – Roadmovie“ heißt der Streifen und er bringt eine wüste Story auf die Leinwand. In den Hauptrollen sind dabei der „Tankwart a.D.“ (Michael Möller) und der „VfL-Jesus“ /Thomas Dragunski), zwei waschechte VfL-Bochum-Fans und als Schauspieler eigentlich Laien.

Regisseur Starczewski baut die beiden Originale seit geraumer Zeit zu Indie-Medienstars auf. Gemeinsam mit ihnen sind weitere Ruhrpott-Originale mit von der Partie: Einer von zwei Schauspielprofis ist Uwe Fellensiek, der sich unter anderem mit „Manta, Manta“ einen Namen machte. Anthony Arndt spielt als der zweite Akteur mit Erfahrung.

Daneben konnte Gerrit Starczewski alte Bekannte für eine Rolle gewinnen: DJ Hell, der seine Sommerhymne „Copa“ zum Filmsoundtrack beisteuerte und im Film als Killer unterwegs ist, ebenso wie Radiomoderator Klaus Fiehe, Motorradrocker Klaus Hüpper und viele mehr.

Die Story des Films: Der „Tankwart a.D.“ und „VfL-Jesus“ brechen ins altehrwürdige Herner Stadion am Schloss Strünkede ein. Im Mittelkreis auf dem Grün graben Sie das verschollen geglaubte Geld des früheren Westfalia-Mäzens Erhard Goldbach und seiner Tankstellen-Kette Goldin aus.

Die Goldbach-Millionen

Goldbach, ehemals Kohlenhändler und als Tankstellenketteninhaber reich geworden, wollte einst Westfalia Herne in die Bundesliga kaufen. „Sparen – Goldin fahren!“, verkündeten die Werbeplakate Anfang der 70er Jahre. Goldbach versprach jedem Autofahrer, pro Liter Benzin zwei Pfennige weniger als bei der Konkurrenz von Shell und Co. zu zahlen. Die Autofahrer kamen, schluckten Millionen von Litern und machten Goldbach zum Multimillionär. Kurz vor dem Kollaps verzeichnete sein Unternehmen einen Umsatz von zwei Milliarden D-Mark. 1973 stieg Goldbach bei der Westfalia ein und pumpte viel Geld in den Verein, bis der Klub in die 2. Bundesliga Nord aufgestiegen war. 1979 war der Mäzen für den größten Steuerbetrug der Bundesrepublik verantwortlich.

Das Geheimnis über den Verbleib von 346 Millionen Mark nahm er bei seinem Tod 2004 mit ins Grab. 38 Jahre nach dem Steuer-Coup machen sich nun der „Tankwart a.D.“ und „VfL-Jesus“ mit dem gefundenen Geld auf den Weg in eine Nacht voller bizarrer Ereignisse und Begegnungen.

Musikfotograf – und mittlerweile Filmemacher – Gerrit Starczewski ist auch im Emsland kein Unbekannter. Seine Fotoreihe „Dancing Shoes“ hängt als Dauerausstellung im Foyer der Emsland-Arena. Sie zeigt in eindrucksvollen Bildern das Schuhwerk von Rockgrößen wie REM, Pete Doherty, Sonic Youth und vielen anderen. Da wundert es nicht, dass der Filmsoundtrack ganz besonders stark ausfällt.

Starczewskis Spielfilmdebüt ist als Roadmovie ausgelegt. Der Regisseur setzte stark auf Improvisation und schaffte es, praktisch ohne Budget mit geringsten Mitteln eine filmische Liebeserklärung an das Ruhrgebiet zu inszenieren.

Der Eintritt für Film und „Film-Talk“ kostet 10 Euro.


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