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24.01.2018, 15:25 Uhr

Fachkräftemangel ist auch hausgemacht

Ein Kommentar von Thomas Pertz


Fachkräfte werden auch in dieser Region dringend gesucht. Foto: dpaFachkräfte werden auch in dieser Region dringend gesucht. Foto: dpa

Lingen. Der Kommentator fragt, ob das Problem des Fachkräftemangels in der Region nicht zum Teil auch hausgemacht ist.

Der Mangel an Fachkräften in der Region wird auch 2018 ein Dauerthema bleiben – und Grund zum Klagen seitens der Betriebe.

Angesichts des deutlich niedrigeren Bruttolohns von Arbeitnehmern an Ems und Vechte im Vergleich zum Durchschnitt in Westdeutschland muss aber die Frage erlaubt sein, ob ein Teil der Probleme nicht auch hausgemacht ist.

Wie wäre es denn mal mit höheren Löhnen und Gehältern, um Fachkräfte zu halten oder hier aufgewachsene und fortgezogene Arbeitnehmer wieder zurückzuholen? Auch andere Zusatzleistungen, die in den Ballungsräumen oft bereits dazugehören, wie Home-Office-Lösungen, können einen Arbeitsplatz attraktiver und ein Bleiben der Fachkraft wahrscheinlicher machen.

Zweitens: Die Zahl von gemeldeten freien Stellen bei Zeitarbeitsfirmen in der Region ist auffällig hoch. Der eigentliche Zweck der Zeitarbeit ist doch der, Auftragsspitzen in den Unternehmen abzudecken. Oder geht es eher darum, den günstigeren Zeitarbeiter dem Festangestellten vorzuziehen? Fachkräfte, die auf Dauer bleiben, gewinnt man so nicht.


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