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Kulturelle Vielfalt auf dem Campus Lingen

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In unserem Thema der Woche werden wir fünf Studierende aus Lingen vorstellen, die einen besonderen kulturellen Hintergrund haben. Warum diese für den Hochschulstandort Lingen wertvoll sind, erklärt Prof. Dr. Dagmar Schütte.

„Wir wollen Studierende aus dem Ausland oder mit anderem kulturellen Hintergrund haben. Sie sind eine Bereicherung für uns“, begrüßt Schütte, Leiterin des Institutes für Kommunikationsmanagement der Fachhochschule (FH) Osnabrück am Standort Lingen, die unterschiedliche kulturelle Herkunft ihrer Studierenden. Schütte, die in Münster neben Publizistik und Sprachwissenschaft auch Ethnologie studiert hat, eröffnet den Studierenden des Kommunikationsmanagements in ihrem Seminar „interkulturelle Kommunikation“ den Blick aus unterschiedlichen Perspektiven auf Prozesse in Gruppen und Hierarchien.

Interkulturelles Seminar

„Viele unserer Studierenden denken, dass internationale PR sich nicht von der in Deutschland unterscheidet“, sagt Schütte. Man müsse nicht nach Timbuktu reisen, um eines Besseren belehrt zu werden und andere kulturelle Traditionen zu erleben. „Es reicht, dafür nach Den Haag zu fahren“, macht die Hochschullehrerin deutlich, dass es in den europäischen Nachbarländern trotz sprachlicher und räumlicher Nähe ein anderes Verständnis von Kommunikation gebe.

„Wenn die Erkenntnis reift, dass eine aus verschiedener kultureller Herkunft begründete differenzierte Sichtweise eines Sachverhalts nicht falsch, sondern einfach nur anders ist, haben die Studierenden schon etwas gelernt“, begrüßt Schütte den Beitrag, den Studierende aus anderen Kulturen in die Veranstaltungen an der FH einbringen. „In Referatsgruppen bleiben die ausländischen Studierenden oft unter sich“, hat Schütte festgestellt.

Das hält sie aber für ein natürliches Phänomen. „Die aus Münster nach Lingen pendeln, sitzen auch oft zusammen, nur fällt das nicht so auf“, erklärt Schütte ein aus ihrer Sicht normales menschliches Verhalten.

Die Professorin wünscht sich, dass ihre Studierenden Sensibilität gewinnen und Themen nicht nur aus einer europäischen Sichtweise betrachten. Nach Meinung der Lehrenden an der Fachhochschule bietet der unterschiedliche kulturelle Hintergrund der Studierenden nur Vorteile. „Ich habe dies immer nur positiv erlebt“, betont Dagmar Schütte.

„Es ist gut für die Studierenden zu entdecken, dass es andere Möglichkeiten gibt, auf die Welt zu blicken und diese in Konzepte zu fassen“, äußert sich die Professorin.

Blick auf die Welt

Wie in Lingen Studierende die Welt, ihre Heimat sowie kulturelle Unterschiede und Gemeinsamkeiten sehen, erfahren die Leser in dieser Woche von Aida Bernal aus El Salvador, Dana Nezalzova aus der Ukraine, Harish Lund, einem Hindu mit afghanischen Wurzeln, Snezhana Mayorova, die aus der russischen Metropole Perm nach Lingen gekommen ist, und von Gülsah Korkmaz, einer deutschen Muslima türkischer Herkunft.


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