Ein Bild von Mike Röser
23.01.2018, 17:36 Uhr DANIELA DE RIDDER UND DIE SPD

Von der Basis eingefangen

Kommentar von Mike Röser

Daniela De Ridder, SPD-Bundestagsabgeordnete im Wahlkreis Mittelems. Foto: Foto: Max ForsterDaniela De Ridder, SPD-Bundestagsabgeordnete im Wahlkreis Mittelems. Foto: Foto: Max Forster

Lingen. Von der SPD-Basis eingefangen wurde die hiesige Bundestagsabgeordnete Daniela De Ridder, meint der Kommentator.

Eine Zerreißprobe ist die mögliche Neuauflage der Großen Koalition für die SPD. Das bekommen die Sozialdemokraten im südlichen Emsland und der Grafschaft Bentheim derzeit zu spüren – insbesondere ihre Bundestagsabgeordnete Daniela De Ridder.

Sie merkt dieser Tage, was es bedeutet, wenn die Basis im Wahlkreis nicht mehr folgen mag. Noch am Tag des Bekanntwerdens hatte De Ridder aus eigenem Antrieb die Ergebnisse der Sondierungsgespräche mit der CDU als „im Großen und Ganzen ganz gut“ bezeichnet und ihr „Ja“ zur „Groko“ beim Sonderparteitag angekündigt.

Wenige Tage später ist dieses Bekenntnis zumindest stark aufgeweicht. Warum? Weil die Mehrheit der Basis in den Ortsvereinen in ihrem Wahlkreis sich klar von der „Groko“ distanzierte. Auch intern musste De Ridder harsche Kritik einstecken, „Angst ums Mandat“ muss ihr vorgeworfen worden sein.

In gewohnt wohlfeilen Worten versucht sie nun, den Genossen näher zu kommen. Die offenkundige Distanz überrascht, erweckt De Ridder doch gern den Eindruck, die Ohren nah an eben jener Basis zu haben, von der sie nun eingefangen worden ist.


Der Artikel zum Kommentar