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16.01.2018, 15:30 Uhr

Große Wertschätzung für kleine Raffinerie

Kommentar von Thomas Pertz

Voll des Lobes für die Arbeit der Beschäftigten der Raffinerie war Guy Moeyens (rechts), hier im Gespräch mit Oberbürgermeister Dieter Krone. Foto: Thomas PertzVoll des Lobes für die Arbeit der Beschäftigten der Raffinerie war Guy Moeyens (rechts), hier im Gespräch mit Oberbürgermeister Dieter Krone. Foto: Thomas Pertz

Lingen. Klein, aber hoch angesehen ist die Lingener BP-Raffinerie innerhalb der Konzernfamilie, meint der Kommentator.

Eine offizielle Grundsteinlegung hat wenig mit Handwerk, dafür aber viel mit Symbolik zu tun. Wer kommt zur Feier, wer kommt nicht? Dass beim Baustellentreffen der BP-Raffinerie neben Oberbürgermeister Dieter Krone und Landrat Reinhard Winter mit Guy Moeyens ein hochrangiger Vertreter des Mineralölkonzerns aus London ebenfalls vor Ort war, wird die Verantwortlichen der Raffinerie in Lingen deshalb sehr gefreut haben. Der Eindruck war an der Gästeliste abzulesen: Hier hatte keiner eingeladen, der wenig beachtet wird, sondern vielmehr die zwar kleine, aber hoch angesehene Tochter in der BP-Familie.

Der Baubeginn an der Waldstraße ist nicht nur deshalb wichtig, weil er die Arbeitsprozesse durch die Verlagerung von Betriebsteilen, die nicht zur Produktion gehören, optimiert. Er ist vor allem ein Signal für den BP-Standort in Lingen, der sich durch eine 50 Millionen Euro umfassende Investition im weltweiten Konkurrenzkampf der Raffineriestandorte gestärkt sehen kann.

Bedeutsam ist das Bauvorhaben aber ebenso für die Stadt selbst: Lingen ist die wirtschaftsstärkste Kommune in der Region. Sie bleibt es, wenn sie auch schwierige Industrieprojekte durch einen Schulterschluss von Politik und Verwaltung realisieren kann. Wie schwierig die Ansiedlung von Raffinerieteilen an der Waldstraße gewesen ist, dafür steht der Name „Altenlingener Forst“ in besonderem Maße.


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