Gespräch mit Leitung Arena und Emslandhallen in Lingen locken 360.000 Besucher im Jahr an



Lingen. Die Emslandhallen und die Emslandarena locken am Standort Lindenstraße in Lingen jährlich zusammen rund 360.000 Menschen an. Diese Zahlen nennen Geschäftsführer Florian Krebs und Veranstaltungsmanager Stefan Epping in einem Gespräch mit der Redaktion.

„Es kommt mir vor, als ob Katie Melua erst gestern gewesen wäre“, meint Florian Krebs mit Hinweis auf das Eröffnungskonzert der britisch-georgischen Sängerin in der neuen Arena am 30. November 2013. Krebs drückt mit diesem Satz aus, wie die große Veranstaltungsdichte, die die Arena, aber auch die Emslandhallen, an einem Standort produzieren, Zeiträume in der persönlichen Wahrnehmung verkürzen. Rund 200.000 Menschen zählen die Emslandhallen im Durchschnitt jährlich, 160.000 sind es in der Arena.

„Guck mal nach, ob der Termin frei ist“

Einer kam nicht als Gast, sondern als Sänger – und verschaffte der Emslandarena damit einen medialen Bekanntheitsschub durch die ganze Republik: Bob Dylan. Die amerikanische Musiklegende, Träger des Literaturnobelpreises, im emsländischen Lingen: Da musste Stefan Epping erst mal durchatmen, als er im Dezember 2016 die Zusage von der Konzertagentur bekam. Epping hatte den ihm bekannten Agenten eine Mail geschrieben, „dass wir mal Bob Dylan hier haben wollen“. „Stefan, guck mal nach, ob der Termin frei ist“, kam später eine Mail mit dem Verweis auf den 12. April 2017. Er war frei.

Netwerk und Teamarbeit

„Stefans Netzwerk ist der Türöffner“, hebt Florian Krebs die hervorragenden Kontakte des Veranstaltungsmanagers und ihre Bedeutung bei der Programmgestaltung in der Arena hervor. Epping wiegelt ab und verweist lieber auf die Teamarbeit. Die betont Krebs ebenfalls: Die rund 20 Beschäftigten leisteten hervorragende Arbeit und trügen durch ihren Einsatz ganz wesentlich zum Erfolg des Veranstaltungsortes bei, sagt der Hallenchef. Das Netzwerk und die Teamleistung zusammen machten das Erfolgsgeheimnis aus.

Wieder mehr los in den Emslandhallen

Krebs bezieht sich dabei durchaus nicht nur auf die Emslandarena. Auch die Emslandhallen hätten sich sehr gut entwickelt. Vor zehn Jahren sei im April die letzte Veranstaltung gelaufen und im Oktober sei es dann weitergegangen. „Jetzt ist in den Emslandhallen jedes Wochenende etwas los, nur Ostern nicht“. Veranstaltungsfreie Zeiten gibt es darüber hinaus allenfalls noch im Juli und August. Nach Angaben der Lingener Stadtverwaltung sind allein in den letzten drei Jahren rund 500000 Euro für verschiedene Maßnahmen in die Emslandhallen investiert worden.

Einreihen in die A- und B-Städte

Ebenfalls prall gefüllt ist der Veranstaltungskalender in der Arena. Was die Tourneen der großen Künstler anbelangt, verweist Veranstaltungsmanager Epping auf den Trend, „dass diese sich auf die A- und B-Städte“ wie Köln, München, Hamburg und Berlin konzentrieren würden. „Unsere Aufgabe ist es, sich da einzureihen“, macht er am Beispiel des Bob Dylan-Konzerts deutlich.

Gentleman-Konzert „etwas Besonderes“

Und was steht zum fünften Geburtstag der Emslandarena am Jahresende an? Es werde, wie bei der Eröffnung 2013, verschiedene Veranstaltungen mit unterschiedlichen Richtungen geben, sagt Krebs. Das Gentleman-Konzert sei sicher etwas Besonderes, erläutert Epping mit Hinweis auf den Auftritt des Reggae-Musikers am 3. November. Die Attraktivität der Arena weiter steigern werde ihre geplante Erweiterung um multifunktionale Veranstaltungsräume, betont Krebs.

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