Neujahrsempfang im Stadtteil Karl-Heinz Hilger in Lingen-Damaschke geehrt



Lingen. Beim Neujahrsempfang im Lingener Ortsteil Damaschke haben Oberbürgermeister Dieter Krone und der Vorsitzende des Förderkreises Damaschke, Stefan Heskamp, zugleich Zweiter Bürgermeister, am Sonntag im Haus der Vereine Karl-Heinz Hilger für sein Engagement mit dem Bürgerpreis geehrt.

„Es ist guter Brauch in Damaschke, einmal im Jahr Menschen auszuzeichnen, die sich für die Mitmenschen und das Gemeinwohl engagieren“, sagte Krone in seiner Laudatio. Der Geehrte sei nicht nur viel mit dem Fahrrad im Stadtteil unterwegs, sondern in vielen Bereichen ehrenamtlich aktiv. Mehr als 40 Jahre sei er im Schützenverein und kümmere sich um alle Abläufe. Als ehrenamtlicher Wahlhelfer ist Hilger bei allen Wahlen dabei und seit 2013 auch als Wahlvorstand für das Wahllokal in Damaschke zuständig. Er unterstützt den Vorstand des Förderkreises, ist unter anderem Kassierer für die Sterbekasse Damaschke, hilft bei den Landschaftssäuberungsaktionen und begleitet Inhaftierte der JVA Damaschke bei der Aktion.

Nicht nur im Haus

Karl-Heinz Hilger „packt beherzt zu, fordert aber auch ein, was erforderlich ist“, betonte Krone und dankte für das bürgerschaftliche Engagement. Sein besonderer Dank galt auch der Ehefrau Gabriele, die die vielfältigen Aktivitäten stetes mitgetragen habe. „Mindestens zu 50 Prozent trägt meine Frau zu meinem Engagement bei und ist sicherlich hin und wieder froh, wenn ich als Pensionär nicht nur im Hause bin“, sagte er lächelnd.

Noch nicht alles für jeden erkennbar

So schwung- und taktvoll wie die Stepptänzerin Melinda Hegel in den Neujahrsempfang eingestimmt hatte, führte ihn der Vorsitzende des Förderkreises Damaschke, Stefan Heskamp, in seiner Ansprache fort. Unter den zahlreichen Gästen konnte er Vertreter der Vereine, Verbände, Politik, Wirtschaft, Religionsgemeinschaften, Schule und des Kindergartens begrüßen. In den Vordergrund stellte Heskamp die Stadtteilentwicklung, wobei vieles bereits umgesetzt wurde. „So manches ist erfolgreich angeschoben und geplant und auf den Weg gebracht, ist aber nach außen noch nicht für jedermann erkennbar“, meinte Heskamp. Er informierte unter anderem über die Boulebahn des VfB Lingen, über Einkaufsmöglichkeiten in einer Bäckerei oder im Kiosk sowie über die bevorstehende Glasfaserversorgung für schnelleres Internet.

Dank an die Ehrenamtlichen

Heskamp erinnerte an die Ehrenbürgerschaft der polnischen Partnerstadt Bielawa, die Klaus Gütler verliehen wurde. Besonders dankte er allen Ehrenamtlichen, unter ihnen den FDP-Bundestagsabgeordneten Jens Beeck, „der erste Bewohner des Stadtteils“, der aber in Berlin weilte. Zu den Projekten für dieses oder die kommenden Jahre zählen der Krippenneubau, die Schulhofsanierung sowie der Ausbau des Knotenpunktes B 213/ Ulanenstraße. Baugrundstücke seien begehrt und die Nachfrage größer als das Angebot. Zum 25. Mal wird das internationale Pfingstturnier auf dem VfB-Gelände stattfinden.

Vision für das Jahr 2027

Heskamp wagte einen Blick in das Jahr 2027, denn dann feiere der Stadtteil Damaschke sein 100-jähriges Jubiläum. Seine Vision: Unter anderem verkehrsberuhigte Straßen, keine Schwerlaster mehr auf der B 213, barrierefreies Wohnen in modernen Gebäuden, viele Wohnungen für junge Menschen, das Haus der Vereine ist der Treffpunkt und die „Generation 30 plus fühlt sich im Stadtteil verantwortlich, engagiert sich in Vereinen und übernimmt Verantwortung“, denn gemeinsam seien alle großen Aufgaben zu bewältigen.


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