Grenzenloser Spaß „Musical Night“ reißt Lingener Publikum von den Sitzen



Lingen. Am Ende war es ein mitreißendes Fest, das Axel Törbers „Musical Night“ seinem Lingener Publikum bescherte. Alle Jahre wieder schlagen sie im Theater an der Wilhelmshöhe auf, um mit Live-Band und bestechendem Gesangsensemble die hiesigen Musicalfans in die Welt des populären Singspiels zu entführen.

„A Musical“ hieß dann auch der kurze wie zitatenreiche Auszug aus „Something Rotten“ (aus 2015) in dem der Reiz dieses Metiers sehr eindrücklich beschrieben ist: „…komischer Weise, dem Publikum gefällt‘s!“

Das fünfköpfige Gesangsensemble glänzte in bunten Gruppenszenen wie auch mit eindrücklichen zuweilen gänsehautverdächtigen Soli in einer rastlosen Reise durch die großen, wie auch die brandneuen Musicalproduktionen. In beständig wechselnden bunten Kostümen mit Tanz und Showeinlagen wurde dies ein Abend, dessen Unterhaltungswert besticht.

Ohne Playback

Live und ohne jedes Playback (so ist es versprochen), begleitet von der erstklassig gestimmten „Axel-Törber-Band“ geht es zu den ganz großen alten Namen wie „West Side Story“, „Hallo Dolly“ und „Cabaret“. Es geht zu „Sister Act“, der „Rocky Horror Show“ und dem „König der Löwen“. Natürlich auch zum „Phantom der Oper“ und „Rocky“. Weder „Aladin“, „Pocahontas“ noch „Tarzan“ durften hier fehlen.

Herzzerreißende Perlen

Immer im Blick haben die Künstler aber auch das aktuelle Geschehen an den Theatern. So lies Axel Törber in seinen Moderationen etwa wissen, seit wie viel Wochen erst das Cyndi-Lauper-Musical „Kinky Boots“ in Hamburg läuft, schlimmer noch, für wie lange Zeit es längst ausverkauft ist. Neben herzzerreißenden Perlen wie „Unchained Melody“ aus „Ghost“ (ein begeistertes Bravo an Corie Townsand hierfür) stand aktueller Hiphop-Sound aus dem recht frischen „Hamilton“ (2016).

Grenzenloser Spaß

Wer bislang nicht Fan war, hier musste er es werden. Spätestens jedoch bei den ausgedehnten und mit Hits besetzten Exkursen zu Abba, zu Queen, wie auch zu den beiden Udos. Nicht alles ist neu, manches schön des Öfteren hier zu hören gewesen. Aber man bekommt nie zu viel von „Dancing Queen“, „Der Sieger hat die Wahl“ oder „Waterloo“. Das macht einfach grenzenlos Spaß.

Grandioses Finale

Nicht alles war Top. Die eine oder andere schwacher Stelle offenbarte sich bei den Sängern, die sich allerdings – das sei zu beachten – mit beinahe ununterbrochener Bühnenpräsenz beachtlich Höchstleistungen abverlangten. Der Rahmen aber trägt. Und so ging es Schlag auf Schlag und immer alles in Bewegung geradewegs auf ein grandioses Finale. Eine Sangesparty, die am Ende niemanden mehr in den grünen Sitzschalen hielt. Bei AC/DC und Steppenwolf bebte der Saal. Mehrere Zugaben waren hier Pflicht.

Und alle Jahre wieder steht am Ende der Show bereits der Termin für die nächste „Musical Night“ im Januar 2019. So heißt es mit dem Udo Jürgens Song und sehr begeistert „Danke für den Abend“!!


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