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11.01.2018, 17:30 Uhr STARKES PFUND IN DER BILDUNGSLANDSCHAFT

Die VHS Lingen braucht eine räumliche Perspektive

Kommentar von Thomas Pertz

In der Straße Am Pulverturm in Lingen befindet sich die Geschäftsstelle der VHS. Foto: Wilfried RoggendorfIn der Straße Am Pulverturm in Lingen befindet sich die Geschäftsstelle der VHS. Foto: Wilfried Roggendorf

Lingen.  Die VHS Lingen braucht eine räumliche Perspektive, meint der Kommentator.

Die Volkshochschule Lingen stellt ein starkes Pfund in der Bildungslandschaft in Lingen und im südlichen Emsland dar. Das macht einmal mehr das neue Programmangebot für das erste Halbjahr 2018 deutlich.

Der erfahrene Bildungsträger begreift die Herausforderungen der Digitalisierung nicht als Bedrohung, sondern als Chance begreift, sich inhaltlich weiter zu verändern und noch breiter aufzustellen. Dies unterstreicht den Innovationswillen des VHS-Teams um seine Leiterin Ute Bischoff.

Vor diesem Hintergrund mutet es ein wenig merkwürdig an, dass die VHS in der politischen Diskussion der Stadt eher selten vorkommt – und wenn überhaupt, dann mit der beifälligen Bemerkung, dass sie inzwischen endlich die Verlustzone verlassen hat. Was ohne Zweifel gut ist. Besser wäre es aber, wenn der über mehrere Standorte verteilte Bildungsträger in Lingen endlich eine räumliche Perspektive bekommt.

Die muss über Lippenbekenntnisse hinausgehen. Immer wieder ist zwar davon die Rede, dass das Gebäude der ehemaligen Gebrüder-Grimm-Schule künftig alle Aktivitäten der VHS bündeln soll. Es gibt auch Planungskosten im städtischen Haushalt. Aber so ein richtiger Schwung, die aktuelle, unbefriedigende Situation endlich zu verändern, ist nicht erkennbar. 

Das ist bedauerlich – aber nicht unabänderlich.


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