NABU gibt Beobachtungstipps Nordische Gastvögel im südlichen Emsland

Eine Blässgans (oben) und eine Saatgans (unten) hat der Vorsitzende des NABU Emsland-Süd Thomas Weber fotografiert. Foto: Thomas WeberEine Blässgans (oben) und eine Saatgans (unten) hat der Vorsitzende des NABU Emsland-Süd Thomas Weber fotografiert. Foto: Thomas Weber

Lingen.  Wer zur Zeit aufmerksam durch die emsländische Kulturlandschaft fährt, kann auf mancher Grünland- oder Ackerfläche rastende Trupps von Gänsen und Schwänen beobachten. Darauf weist der Naturschutzbund (NABU) im südlichen Emsland hin.

Meist sind es der Mitteilung zufolge Saatgänse und Zwergschwäne, die  in der feuchten Tundra und an der arktischen  Küste vom nördlichen Skandinavien bis Nordsibirien ihre Brutgebiete haben. Einen zahlenmäßig kleineren Anteil stellen die auch aus dem hohen Norden stammenden Blässgänse und Singschwäne, die entweder hier rasten oder weiter bis zu den weiten Flächen am Niederrhein ziehen. Die besten Chancen, diese Vogelansammlungen zu entdecken, liegen hierzulande im Umfeld der großen Moore (Hahnenmoor, Dalum-Wietmarscher Moor, Bernter Moor), aber auch im Raum Osterbrock-Teglingen. Am Abend kann man sich auch zum Speicherbecken Geeste begeben, um den Schlafplatzeinflug der nordischen Gäste mitzuerleben.

Da alle rastenden Zugvögel oft recht störungsempfindlich sind, empfiehlt  Thomas Weber, vorsitzender vom NABU Emsland Süd, diese Vögel aus dem Auto heraus mit dem Fernglas oder Spektiv zu beobachten. Wer hier sogar einen schneeweißen Graureiher entdeckt zu haben glaubt, hat einen Silberreiher gesehen. Immer häufiger ist diese Schönheit besonders im Winter in Mitteleuropa anzutreffen und hat abseits ihrer Brutgebiete in Südosteuropa gelegentlich schon mal in Deutschland gebrütet.

Diese und andere Vogelbeobachtungen kann jeder Naturfreund unter  www.ornitho.de  in Karten eintragen und die Beobachtungen anderer Teilnehmer einsehen.

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