Ministerium: Keine Gefährdung Beschädigte Membranen im KKE in Lingen ausgetauscht

Das Kernkraftwerk Emsland in Lingen. Im Hintergrund sind die Blöcke des Gaskraftwerkes zu sehen. Foto: RWEDas Kernkraftwerk Emsland in Lingen. Im Hintergrund sind die Blöcke des Gaskraftwerkes zu sehen. Foto: RWE

Lingen. Im Rahmen einer Routinekontrolle im Kernkraftwerk Emsland (KKE) sind am 4. Januar an Entwässerungsventilen des nuklearen Abwassersystems beschädigte Membranen vorgefunden worden. Wie das niedersächsische Umweltministerium am Mittwoch mitteilte, handelte es sich um ein meldepflichtiges Ereignis ohne sicherheitstechnische Bedeutung.

Es sei aber mit Hinweis auf einen systematischen Fehler an einem sonstigen sicherheitstechnisch wichtigen System meldepflichtig, so das Ministerium. Als zuständige atomrechtliche Aufsichts- und Genehmigungsbehörde wurde es nach eigenen Angaben von der Betreiberin des KKE fristgerecht über das Ereignis informiert. Es hatte nach Angaben des Ministeriums keine Auswirkungen auf den Betrieb der Anlage. Es sei keine Radioaktivität ausgetreten. Eine Gefährdung der Bevölkerung habe nicht bestanden.

Das Anlagenentwässerungssystem ist Angaben des Kernkraftwerks zufolge ein geschlossenes System und dient zur Sammlung und Wiederverwendung von Betriebswässern. Das System arbeitet im Unterdruck, sodass Flüssigkeiten nicht entweichen können. Es gehört nicht zu den Sicherheitssystemen der Anlage.

Das Vorkommnis wurde gemäß den deutschen Meldekriterien in die Kategorie N (Normal) eingestuft und dem Umweltministerium als Aufsichtsbehörde fristgerecht innerhalb von fünf Werktagen gemeldet. Nach der internationalen Skala zur Bewertung von Vorkommnissen (INES) ist es der Stufe 0 (unterhalb der Skala = keine oder sehr geringe sicherheitstechnische Bedeutung) zuzuordnen. Die beschädigten Membranen wurden umgehend ausgetauscht. Andere vergleichbare Armaturen wurden ohne Befund überprüft. Ein vom Ministerium hinzugezogener unabhängiger Sachverständiger war vor Ort.

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